Wie die Zukunft der PC-Spiele aussehen könnte

31. Juli 2007, 14:45
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Abseits von stärkeren Grafikkarten und der Maus als primäres Eingabegerät, sollte es doch noch einige Neuerungen und Veränderungen geben

Ein PC Gamer-Blog widmet sich dem Thema "Zukunft der Computerspiele" und hat neben einigen Allgemeinplätzen ("Grafikkarten werden stärker und Mäuse werden das primäre Eingabegerät bleiben") auch einige interessante Prognosen zu bieten.

Duke Nukem wird erscheinen

Aus Sicht der PC Gamer wird in den nächsten zehn Jahren "Duke Nukem Forever" endlich erscheinen; es wird sogar erwartet, dass dies in den nächsten zwei Jahren der Fall sein könnte. Und noch eine Prognose zum Titel - er wird in den Magazinen eine Wertung über 70 Prozent erhalten.

Neue Vertriebswege und Episoden

Der von Valve eingeläutete Weg wird einen Boom erleben und die Zukunft der Computerspiele prägen. Der Vertriebskanal "Steam", also ein Online-Vertrieb für zahlende Mitglieder, wird die Basis der Geschäftsmodelle sein. Kein Spiel wird mehr ohne Internetanbindung zu nutzen sein, prognostizieren die Experten. Der wesentliche Grund läge darin, dass die Hersteller es so endlich schaffen würden, eine gewisse Sicherheit zu erreichen und raubkopierte Spiele nicht mehr - zumindest online - laufen zu lassen. Die MMOGs haben es den Herstellern erstmals in der Geschichte der Computerspiele ermöglicht, die Piraterie einzudämmen, so PC Gamer. Diese Online-Sicherheitsmechanismen würden den PC als Plattform für EntwicklerInnen wieder interessanter machen.

Noch eine weitere "Valve-Erfindung" wird in den kommenden Jahren viele NachahmerInnen finden: Spiele werden immer öfter in Episoden abgehandelt werden. Die Spiele werden kürzer, dafür aber in kürzeren Abständen verfügbar.

Kultur

Ein Trend, der sich schon seit geraumer Zeit in Frankreich oder Japan abzeichnet, wird nun die Welt erobern; Spiele werden nicht mehr nur für den breiten Massenmarkt ausgelegt und folgen damit alle einer gewissen "Einheitskultur", sondern werden verstärkt kulturelle Entwicklungen und Einflüsse der jeweiligen Hersteller in die Welt bringen. Was auch dem Konsolenmarkt schon deutlich ist - immerhin kann Microsoft mit seiner Xbox 360 in Japan nicht Fuß fassen - wird nun auch am PC Einzug halten.

Der Geist der Spiele nicht der Name

In Zukunft sollen sich die Entwickler auch stärker von den Marketingabteilungen abgerenzen können. Dies bedeute, dass Spiel in Zukunft den Geist ihrer Vorgänger mittragen werden, nicht mehr aber unbedingt deren Namen. So können sich Entwicklerstudios Franchise-Kosten sparen und Neuheiten besser integrieren. Als Beispiele für diese Prognose nennt PC Gamer: "Supreme Commander ist Total Annihilation 2 aber ohne dessen Namen, Bioshock wird ein System Shock 3 aber ohne dessen Namen."

Mäuse und Grafikkarten

Wiimote hin und her, aber intuitiver und einfacher zu bedienen bleibt die Maus. Touchscreens sind zwar der nächste logische Schritt, aber die Entwicklung ist bei weitem noch nicht soweit, wie sie gerne wäre. Ergo - die Maus bleibt auch in absehbarer Zeit das Eingabegerät der SpielerInnen.

Die Grafik-Technologien werden weniger wichtig werden, so PC Gamer weiter. Grafikkarten würden zwar in nächster Zeit noch leistungsfähiger, doch blieben die Neuerungen dann meist auf Details beschränkt. Es wird nicht mehr über Rechenleistungen und Polygone geredet werden, sondern über die schönen Hintergründe oder Inneneinrichtungen.(red)

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