Laureus-Hattrick für Federer

13. April 2007, 11:28
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Isinbajewa siegte bei den Frauen - Fußball-Weltmeister Italien wurde Mannschaft des Jahres - mit Video

Barcelona - Tennis-Superstar Roger Federer ist am Montag in Barcelona bei der "Laureus"-Wahl zum dritten Mal en suite zum Weltsportler des Jahres gewählt worden. Der Schweizer, der damit der erste Athlet ist, der die Trophäe dreimal erhalten hat, war diesmal allerdings nicht anwesend. Bei der zum achten Mal durchgeführten Wahl kürte sich mit Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa eine Leichtathletin zur Nachfolgerin von Janica Kostelic. Den Mannschafts-Titel holte sich wenig überraschend Fußball-Weltmeister Italien.

Wie im Vorjahr beobachtete u.a. auch der spanische König Juan Carlos im Kreis der illustren Gäste aus Show, Sport und Politik bei den "Laureus Awards" in der Olympiastadt 1992 die Zeremonien. Roger Federer grüßte aber nur von der Videowand. Der Schweizer, der sich nach den beiden frühen Niederlagen in Indian Wells und Miami auf die in zwei Wochen beginnende Sandplatz-Saison vorbereitet, war diesmal unabkömmlich.

Sein weibliches Pendant, Jelena Isinbajewa, durfte sich erstmals über den gläsernen Laureus freuen. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Stabhochsprung hat inzwischen zwanzig Weltrekorde auf ihrem Konto und dominiert die Konkurrenz fast nach Belieben. Wie nicht anders zu erwarten, erhielten Italiens Fußball-Weltmeister den Pokal für die beste Mannschaft.

In der Liste der Geehrten fanden sich zwei weitere Vertreterinnen aus dem Tennis-Lager. Serena Williams wurde für ihr beeindruckendes Comeback ausgezeichnet und kurioserweise erhielt Amelie Mauresmo den Titel der "Newcomerin des Jahres". Begründet wurde diese Entscheidung mit den ersten Grand-Slam-Titeln der Französin 2006 (Australian Open und Wimbledon), und sozusagen ihrem "Durchbruch". Mauresmo war allerdings schon 2004 einmal Nummer 1 im Damen-Tennis gewesen.

"Kaiser" Franz Beckenbauer, der auf der Durchreise zu seinen Bayern beim Champions-League-Gastgeber AC Milan nur für ein paar Stunden Station in Barcelona machte, wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Das ist eine der höchsten Auszeichnungen, die ich je erhalten habe", sagte Beckenbauer, der von der großen Auszeichnung schon vor Tagen erfahren hatte. Trotz aller Ehrungen und Preise der vergangenen Wochen war der "Regisseur" des deutschen Fußball-Sommermärchens sichtlich ergriffen, als er die gläserne Statue von Bobby Charlton und Vorjahressieger Johan Cruyff in die Hand gedrückt bekam.

Wie im Vorjahr ging auch die 8. Laureus-Wahl ohne österreichische Beteiligung in Szene. (APA/dpa)

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