Innsbrucker Forschungsstelle betreibt "interaktiven Atlas" im WWW

12. April 2007, 10:14
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Karten benutzergesteuert von jedem abrufbar - Einjähriges Bestehen der Forschungsstelle für Gebirgsforschung

Auf das webbasierte Alpeninformationssystem "Galpis", eine Art interaktiven Österreich-Atlas im Internet, hat die Forschungsstelle für Gebirgsforschung der Akademie der Wissenschaften in Innsbruck anlässlich ihres einjährigen Bestehens auf einer Pressekonferenz am Montag hingewiesen. Auf der von der Stelle betriebenen Home-Page kann sich jeder per Mausklick auf Datenbanken beruhende Karten zusammenstellen, mit deren Hilfe zum Beispiel Standortanalysen durchgeführt werden können.

Artenvielfalt, Landwirtschaft, Bevölkerung, Siedlung und Tourismus

Galpis-Web enthält eine interdisziplinäre Datenbank unter anderem zu Artenvielfalt, Landwirtschaft, Bevölkerung, Siedlung und Tourismus aller österreichischen Gemeinden. So kann beispielsweise ein Händler Galpis für seine Entscheidung für den Standort eines neuen Lebensmittelgeschäfts nutzen: Mit Hilfe des Informationssystems können vom Benutzer gesteuert alle Gemeinden ohne Nahversorger, ihr sozioökonomisches und demographisches Potenzial und der Anteil der nicht mobilen Bevölkerungsschichten ermittelt werden, um einen idealen Standort auszumachen.

"Raumalp"

Galpis-Web entstand im Rahmen des vom Österreichischen Nationalkomitee Alpenforschung geförderten und mehreren Partnern durchgeführten Projekts "Raumalp". Wissenschaftern, aber auch Schülern, interessierten Bürgern, Politikern oder Wirtschaftstreibenden sollte ein Instrument gegeben werden, mit dem räumliche Probleme leicht identifiziert, regionale Planungen vorbereitet und Standortentscheidungen optimiert werden können.

Methode zur Qualitätssicherung derartiger Schutzgebiete

Zu den vielen Projekten der Forschungsstelle für Gebirgsforschung am Standort Innsbruck des Jahres 2006 gehörte es, Galpis-Web ins Englische zu übertragen, erklärte deren Leiter, Univ.-Prof. Axel Borsdorf. Abgeschlossen wurden von der Forschungsstelle unter anderem auch die Erstellung eines Weißbuchs über österreichische Biosphärenparks und die Entwicklung einer Methode zur Qualitätssicherung derartiger Schutzgebiete, die von der Unesco als Leitbild für andere Staaten prädikatisiert wurde.

1. April 2006

Die Forschungsstelle für Gebirgsforschung wurde am 1. April 2006 gegründet und besteht aus zwei Arbeitsgruppen (Innsbruck und Wien). In Innsbruck besteht enge Zusammenarbeit mit der Leopold-Franzens-Universität und dem Zentrum für alpines Naturgefahrenmanagement (alpS).(APA)

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