Britische Regierung äußert "Bedauern" über Opfer des Falklandkrieges

5. Juli 2007, 15:16
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London bot Angehörigen gefallener Argentinier private Gedenkfeier auf den Inseln an

London - Zum 25. Jahrestag des Beginns des Falkland-Krieges hat die britische Regierung Bedauern über die Todesopfer auf beiden Seiten geäußert. Außenministerin Margaret Beckett erklärte am Sonntag, die Verluste auf argentinischer und britischer Seite seien "eine Quelle anhaltenden Bedauerns". London habe in Absprache mit den Behörden der Falkland-Inseln (Malvinas/Malwinen) den Familienangehörigen der getöteten argentinischen Soldaten angeboten, eine private Gedenkzeremonie auf den Inseln abzuhalten. Diese könne gegen Ende des Jahres auf dem argentinischen Friedhof von Darwin stattfinden.

Am Montag jährt sich der Jahrestag des Kriegsbeginns zwischen Argentinien und Großbritannien zum 25. Mal. Argentinien beansprucht bis heute die Inselgruppe, die die Briten 1833 eroberten. Auf beiden Seiten starben in dem 74 Tage dauernden Krieg von 1982 insgesamt mehr als 900 Menschen, rund 260 Briten und 650 Argentinier.

Expeditionskorps

Am 2. April 1982 war ein Expeditionskorps argentinischer Soldaten zu den mehr als 500 Kilometer entfernten Inseln aufgebrochen und besetzte sie einen Tag später. Am 5. April stachen in Portsmouth britische Flotteneinheiten in See, um die Kronkolonie im Südatlantik wieder in den Herrschaftsbereich Grossbritanniens einzugliedern. Argentinien kapitulierte am 14. Juni.

Besonders umstritten ist bis heute die Versenkung der "General Belgrano", bei der am 2. Mai 1982 insgesamt 323 argentinische Seeleute ums Leben kamen. Das Schiff befand sich außerhalb der 200-Meilen-Zone, die Großbritannien nach der argentinischen Invasion zu seinem Einzugsgebiet um die Falklands erklärt hatte. Trotzdem wurde es von einem britischen Torpedo angegriffen und versenkt. Angehörige der meist blutjungen Argentinier, die an Bord der "Belgrano" umkamen, klagten beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg um Entschädigungen - ohne Erfolg.

Der britische Premierminister Tony Blair hatte vor dem Jahrestag darauf hingewiesen, dass im Falkland-Krieg 266 britische Soldaten umgekommen seien. Dies seien deutlich mehr als bisher bei den Truppeneinsätzen im Irak und in Afghanistan, wo Briten an der Seite der USA kämpfen. (red/APA)

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