Neues spanisches Digitalkunst-Zentrum hat Ars Electronica als Vorbild

13. April 2007, 10:46
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Stocker: "Laboral" in Gijon wird eines der wichtigsten Zentren für Digital- und Technologiekunst in ganz Europa

Im nordspanischen Asturien wurde am Freitagabend Spaniens modernstes Zentrum für Digital- und Industriekunst eröffnet. In insgesamt vier riesigen Ausstellungsräume mit 4.000 Quadratmetern Fläche zeigt "Laboral" mit Roman Verostko, Harold Cohen oder Nam June Paik einige der international renommiertesten Künstler aus dem Bereich der Digital-, Video-, Technologie- und Internetkunst. Bei der Konzeption des architektonisch spektakulären Kunstzentrums war das Linzer Ars Electronica Center ein Vorbild.

Wichtige Zentrale in Europa

Nach Meinung von Ars Electronica-Leiter Gerfried Stocker wird das Kunstzentrum in Gijon in den kommenden Jahren nicht nur zur Referenz in der spanischen Kunstszene, sondern auch zu einem der wichtigsten Zentren für Digital- und Technologiekunst in ganz Europa. Die Dimensionen des neuen Kunstzentrum seien "gigantisch" und die Qualität der Künstler, die an den Eröffnungsausstellungen teilnehmen, sei ungewöhnlich hoch, erklärte Stocker im Gespräch mit der APA.

Gezeigt und produziert

"Das wohl Herausragendste an diesem Projekt ist aber, dass hier nicht nur Kunst gezeigt, sondern auch produziert wird", sagte Stocker. So veranstaltet das Kunstzentrum auch mehrere Seminare und Workshops, in denen Künstler gefördert werden.

Erfahrung aus Linz

Laboral-Direktorin Rosina Gomez-Baeza baute bei der Konzeptierung des neuen Zentrums vor allem auch auf die Erfahrungen ihres Linzer Kollegen Stocker, der die kommissarische Leitung der Ausstellung "LAB Cyberspaces" übernommen hat. Neben internationalen zeigen auch mehrere österreichische Künstler wie Christa Sommerer oder Martin Pichlmair ihre Werke in der neuen "Laboral".(APA)

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