[dag] Gehsteuer

30. März 2007, 20:32
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Wie kommen die, die fahren, dazu, für die zu zahlen, die gratis gehen?

Damit sich Österreich geschäftsoriginelle Elsners und Flöttls und umtriebige Rumpolds leisten kann, muss alles teurer werden. Zum Beispiel Fahrscheine, Parkplätze, Kerosin, Benzin. Autos sowieso. Und Mopeds und Auspuffe und Fahrräder und Fahrradständer und Fahrradständerinstandsetzungsarbeiten.

"Wer sich bewegt, muss zahlen" stand kürzlich im STANDARD groß zu lesen. Das leuchtet zwar ein, ist aber politisch noch nicht konsequent zu Ende gedacht. Es fehlt: die Gehsteuer. Denn wie kommen die, die fahren, dazu, für die zu zahlen, die gratis gehen. Dazu ist das Pflaster zu teuer. Der Asphalt nützt sich ab. Bandscheiben leiden (und müssen später kostenintensiv behandelt werden). Sauerstoff wird verbraucht, Kohlendioxid abgesondert. Keine Frage: Geher verpesten die Umwelt - ein klassischer Fall für den Finanzminister.

Unser Vorschlag: Ausstattung aller Bürger mit Gehvignetten, die gut sichtbar auf der Stirn angebracht sein müssen. Läufer und Wanderer benötigen ein Zusatzpickerl. Pensionisten zahlen die Hälfte. Gehsteuerfreie Zonen: Flughäfen, Kfz-Werkstätten, Parkgaragen, Finanzamt, Bahnhof, Jakobsweg, Friedhof. (Daniel Glattauer/DER STANDARD-Printausgabe, 31.3./01.04.2007)

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