Hart an der Dunaj-Grenze

Redaktion
3. April 2007, 20:06

Die Daubelfischer vom Stromkilometer 1878 - Auf dem Weitwanderweg zwischen Wolfsthal und Hainburg

In alten Reiseberichten wird oft die Schifffahrt auf der Donau durch die Thebener Pforte unterhalb von Hainburg als ebenso abwechslungsreich und interessant beschrieben wie die Passage durch die Wachau. Auf dem Weitwanderweg zwischen Wolfsthal und Hainburg lässt sich das nicht ganz nachvollziehen, sucht man aber den Punkt am rechten Ufer auf, wo der Strom endgültig Österreich verlässt, die Donau also zur Dunaj wird, so ergeben sich völlig ungewohnte Aspekte.

Man befindet sich dann schon auf der Höhe von Karlova, einem Vorort der slowakischen Hauptstadt Bratislava, der vom Fluss allerdings durch die Kleine Schüttinsel getrennt ist. Der Blick stromaufwärts wird vom Felsen von Theben mit den Resten der ehemaligen Burg dominiert, welche auch die Marchmündung kontrollierte. Den Treppelweg säumen Daubelfischer und Kontrollposten des österreichischen Bundesheeres.

Herrlicher Ausblick

Die Ruine Röthelstein, angeblich ein ehemaliges Schloss des geheimnisvollen Templerordens, wurde vom Bewuchs befreit und mit einer neuen Stiege versehen, die zu einer Plattform führt, von wo man einen herrlichen Ausblick auf den Strom und den unteren Teil des Nationalparks hat. Von den freien Abschnitten des Treppelwegs schaut man zu den östlichsten Erhebungen Österreichs wie Hundsheimer Berg und Königswarte.

Messstation

Beim Stromkilometer 1878 passiert man eine in einem Container untergebrachte online-Messstation, in der ständig Temperatur, Sauerstoffgehalt, ph-Wert, elektrische Leitfähigkeit und etliche chemische Parameter des Donauwassers ermittelt werden.

Ein Teil des Weges ist nicht markiert, trotzdem sind keine Orientierungsschwierigkeiten zu befürchten, die Route ist eindeutig. Einziger Nachteil: Am Anfang muss man ein Stück neben der stark befahrenen Bundesstraße gehen. Die Distanz zwischen Ausgangs- und Endpunkt lässt sich gut mit der Bahn überbrücken, die S7 fährt im Stundentakt.

Die Route: Vom Bahnhof Wolfsthal geht man auf dem Radweg neben der Bundesstraße bis zum Kreisverkehr, hält sich dort links bis zum Donauufer und folgt dem Treppelweg bis zur Staatsgrenze. Gehzeit: 1¼ Stunden. Nun geht es auf dem Treppelweg stromaufwärts, man erreicht den rot markierten Weitwanderweg und folgt diesem. Die Route wendet sich später vom Ufer weg in die Au und es folgt ein kurzer steiler Anstieg zur Ruine Röthelstein. Gehzeit ab der Staatsgrenze: 2¾ Stunden. Auf dem Weitwanderweg geht es weiter bis Hainburg zum Personenbahnhof. Gehzeit ab Röthelstein eine halbe Stunde. (Bernd Orfer/DER STANDARD, Printausgabe, 31.3./1.4.2007)

Gesamtgehzeit: 4½ Stunden, Höhenunterschied unter 50 m. Kein Stützpunkt auf der ganzen Strecke. ÖK25V, Blatt 5327-Ost (Hainburg an der Donau) und Blatt 5328-West (Pressburg); alte Bundesamtskarte, Blatt 61 (Hainburg)
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6 Postings
ein wunderschöner strom.

Die Donau ein Strom?

Eine klinisch tote Wasserstraße dann wohl eher. Ein unter Wasser stehender Verkehrsweg, aber niemals mehr ein Fluß im ökologischen Sinne.
Kurzum: Eine Wasserleiche.

Da haben Sie leider Recht!

verbessern und schützen ist immer notwendig,

aber ansonsten schreiben sie nicht qualifiziert.

genau dort ist sie eben nicht tot

das ist die zweite erhalten fliesswasserstrecke in österreich

die obere liegt in der wachau.

Ist eindeutig nicht so

Herr TesSalik. Ich lade Sie gerne zu einer Kajakfahrt auf der Donau zwischen Wien und Hainburg ein. Dann können Sie sich selbst überzeugen welchen Quatsch Sie da schreiben. Mit ein wenig Glück begegnen wir weniger als 3 Schiffen, das Wasser ist top sauber, nur zweimal sieht man Häuser (Uferanlage Orth, dort kann man Bier trinken und essen) und Hainburg. Ein schönes Naturerlebnis.

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