Motivation

30. März 2007, 17:00
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Wer führen will, braucht auf Motivation von außen nicht zu warten. Ungewöhnliche Leistungen ohne Selbstmotivation sind nicht möglich

Gäbe es ein Rezept für Motivation – die Erfinder würden sich in die Liste der Superreichen dieser Welt ganz oben einreihen. Jede Führungskraft will motivierte, weil dann produktive, kreative und Output-starke Mitarbeiter. Zweifellos ist die Frage nach der Motivation eine der wichtigsten im Management.

Unsere Mentees und Mentoren im Standard-Mentoring-Circle haben sie für das aktuelles Netzwerktreffen gewählt, haben Antworten aus der Literatur, aus ihren Erfahrungen diskutiert, sind dem individuellen Phänomen Motivation auf den Grund gegangen. Dabei stand im Zentrum, dass ungewöhnliche Leistungen und echte Führung ohne Selbstmotivation nicht möglich sind. Wer führen will, braucht auf Motivation von außen nicht zu warten. Die amtierende Weltrekordhalterin im Weitsprung (Paralympics), Andrea Scherney, machte das in ihrer Keynote-Speech sehr deutlich: Der Zugang zur Motivation für Spitzenleistungen ist individuell und kommt überwiegend von innen.

So weit zu den Führungskräften. Und das Motivieren der Mitarbeiter? Reicht es schon, Demotivation möglichst zu verhindern? Kategorisieren, typologisieren, schubladisieren ist in jedem Fall zu wenig. Das Kramen in der Werkzeugkiste der Instrumente für Motivation ist auch nicht genug: Lob als Motivationsinstrument etwa kann bei manchen Mitarbeitern auch als Dressurmittel ankommen und ist ohne Vertrauen ziemlich wirkungslos. Dass Motivation keine Konstante von Geburt bis zum Tod ist, sondern Menschen sich entwickeln und sich die Treiber für Tun oder Lassen in unterschiedlichen Lebensphasen ändern, macht das Thema nur noch komplexer. Allgemein gültige Rezepte gibt es nicht.

Faktoren der Demotivation (wie schlechte Bezahlung, miese Arbeitsbedingungen, Ignoranz) lassen sich aber benennen. Was einzelne Mitarbeiter antreibt, lässt sich schon herausfinden – allerdings ist Interesse an der Person die Voraussetzung dafür. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe 31.3./1.4.2007)

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    Lob alleine reicht als Motivation nicht aus.

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