100-Dollar-Laptop kommt nun doch in den Handel - mehr oder weniger

30. April 2007, 08:18
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Hersteller Quanta will die für den OLPC entwickelte Hardware für eigenen Low-Cost-Computer nutzen - Soll um 200 US-Dollar erhältlich sein

Als vor einigen Monaten Berichte aufkamen, dass das One Laptop per Child Projekt ihren "100-Dollar-Laptop" auch in den normalen Handel bringen will, sorgte dies für einiges Interesse. Doch die Hoffnungen so mancher Computerinteressierter auf diese Weise an einen kostengünstigen Laptop kommen zu können, wurden rasch enttäuscht. OLPC-Initiator Nicholas Negroponte erteilte entsprechenden Bestrebungen eine strikte Absage: Die Geräte seien für die ärmsten Kinder dieser Welt und nicht für den freien Handel gedacht.

Angebot

Quasi über die Hintertür könnten vom 100-Dollar-Laptop Begeisterte nun aber doch noch an ein entsprechendes Gerät kommen - zumindest zum Teil. Denn der für die Produktion der Laptops zuständige Hersteller Quanta will die aus dem Projekt endstandene Hardwarekombination als eigenes Gerät auf den Markt bringen, dies berichtet Arstechnica.

Preisfrage

Diese soll zwar mehr als der OLPC XO kosten, mit 200 US-Dollar aber noch immer deutlich kostengünstiger als herkömmliche Laptops sein. Weitere Details wollte Quanta-Chef Michael Wang derzeit noch nicht nennen, so bleibt vor allem auch die Wahl der darauf installierten Software offen.

Open Source

Bekannt ist lediglich, dass Quanta hier, wie das OLPC-Projekt auch, auf eine Open Source-Lösung zurückgreifen will. Da die Software des 100 Dollar-Laptops vollständig frei erhältlich ist, könnte man hier sogar das selbe Betriebssystem mitliefern.

Upgrade

Unterdessen hat der OLPC XO ein umfassendes Hardware-Upgrade erfahren: Statt einem 366Mhz AMD-Prozessor und 128MB RAM wird mit der dritten Ausgabe der Testgeräte ein AMD Geode LX-700 mit 433Mhz und 256 MByte Speicher verbaut. Auch der NAND Flash-Speicher wurde von 512 MByte auf ein Gigabyte verdoppelt.(red)

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    foto: olpc-projekt
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