Seilbahn-Unglück in OÖ: Urteile weitgehend bestätigt

30. März 2007, 21:44
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Bedingte Haftstrafe in bedingte Geldstrafe umgewandelt

Wels/Linz - Die vom Landesgericht Wels gefällten Urteile im Prozess nach einem Unglück bei der Grünberg-Seilbahn in Gmunden sind nun durch das Oberlandesgericht Linz weitgehend bestätigt worden. Das teilte das Landesgericht mit.

In der Verhandlung im Juni des Vorjahres wurden drei frühere Mitarbeiter wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen. Einer von ihnen fasste eine bedingte Haftstrafe von sechs Monaten aus. Diese Strafe wurde vom Oberlandesgericht in eine bedingte Geldstrafe umgewandelt. Die bedingten Geldstrafen für die beiden anderen Angeklagten wurden bestätigt.

Der Unfall bei der Gmundner Seilbahn am 16. Oktober 2004 hatte zwei Schwerverletzte gefordert: Eine leere Gondel löste sich bei der Bergfahrt aus ihrer Befestigung am Zugseil. Sie rutschte rund 150 Meter zurück und prallte gegen die nachfolgende Kabine. In dieser saßen ein dreijähriges Mädchen und seine 57-jährige Großmutter. Das Kind wurde durch ein Fenster acht Meter in Tiefe geschleudert und schlug auf einem Parkplatz auf. Es wurde lebensgefährlich verletzt. Seine Oma wurde auf den Boden der Gondel geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Die finanziellen Ansprüche der Opfer hat das Oberlandesgericht auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Sie haben bereits eine Geldleistung von der Versicherung bekommen. (APA)

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