Doppelte Doppel-Chance auf Medaille

30. März 2007, 20:02
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Chen/Gardos souverän und Schlager mit Chila nach Aufholjagd ins Viertelfinale - Heine/Liu auch schon im Achtelfinale

Belgrad - Bei der Tischtennis-EM in Belgrad geht es Freitag um 19:00 Uhr für Österreichs Team erstmals um eine Medaille - und das im Doppel gleich doppelt. Chen Weixing/Robert Gardos nach sovueräner Leistung und Werner Schlager mit dem Franzosen Patrick Chila nach Kampf und Aufholjagd zogen am Donnerstag Nachmittag mit Achtelfinal-Erfolgen unter die letzten acht Paare ein.

Chen/Gardos gaben in ihrem ersten Duell mit Damien Eloi/Christophe Legout klar den Ton an. Im Gegensatz zur Drittrunden-Partie am Vormittag gegen die Deutschen Patrick Baum/Dimitri Owtscharow machten sie in drei Sätzen kurzen Prozess, treffen nun auf die polnisch-kroatische Paarung Lucjan Blaszczyk/Tan Ruiwu. "Wir haben einen guten Start erwischt, es ist alles gelungen", erklärte Gardos. "Die anderen waren hingegen nervös."

Schlager/Chila waren wie in Runde zwei gegen die Serben Marko Jevtovic/Zolt Pete knapp am Ausscheiden. Aber auch gegen den Slowenen Bojan Tokic und den Kroaten Roko Tosic holten sie einen Zweisatz-Rückstand auf, sicherten sich für die nächste Partie ein Duell mit den Schweden Pär Gerell/Jens Lundqvist. Das wird dann ein "best of seven"-Match. "Endlich", meinte der im Rücken schmerzgeplagte Schlager.

Denn dem Langsam-Starter behagen die Entscheidungen auf drei gewonnene Sätze nicht so sehr, er muss derzeit auch zu Matchbeginn vermehrt in seinen Körper hinein horchen. "Ich habe Angst vor dem Nervenschmerz", meinte der Ex-Weltmeister zu seinem Spiel. "Ich weiß nicht, was ich machen darf und was nicht." Die ihm angebotenen Schmerzmittel lehnte Schlager aber ab, um sich besser einschätzen zu können. "Ich will den Schmerz spüren", erklärte er.

Im Damen-Doppel zogen Veronika Heine/Liu Jia mit einem problemlosen 3:0 gegen die Tschechinnen Hana Bartosova/Katerina Penkavova ins für Freitag um 10:00 Uhr angesetzte Achtelfinale ein. "So ein leichtes Match ist mir lieber. Meine Nerven müssen nicht unbedingt strapaziert werden", meinte Liu und legte noch eine Trainingseinheit mit Bundestrainer Liu Yan Jun ein. Und das, obwohl ihr Drittrunden-Einzel nur gut eine Stunde später stattfand.

Martina Petzner/Li Qiangbing scheiterten schließlich an den Deutschen Nicole Struse/Laura Stumper 1:3, womit die EM für die Steirerin Petzner zu Ende ging. (APA)

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