Grünes Licht für 220-Meter-Hochhaus in der Donaucity

29. März 2007, 15:02
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Dominique Perrault baut höchstes Haus Österreichs - Flächenwidmung vom Wiener Gemeinderat beschlossen

Wien - Der Wiener Gemeinderat hat am Donnerstag den administrativen Grundstein für das höchste Haus Österreichs gelegt: Im Rathaus wurde die Flächenwidmung für die so genannten DC-Towers in der Donaucity beschlossen. Die beiden Bürotürme werden vom französischen Stararchitekten Dominique Perrault geplant. Der höchste ist 220 Meter hoch, der zweite Turm kommt immerhin noch auf 160 Meter.

Entwickelt wird das Projekt DC-Towers von der WED AG, der "Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum AG". Die Widmung beschränkt die Hochhäuser exakt auf die geplante Höhe. Die jetzt definierte Bauhöhe von maximal 220 Metern gelte auch inklusive aller Aufbauten, wird von Seiten der SPÖ versichert.

Noch unbebauter Bereich

Die DC-Towers werden in einem derzeit noch unbebauten Bereich, in unmittelbarer Nähe zur Neuen Donau entstehen. Die Donaucity auf der so genannten "Donauplatte" ist eines der prägnantesten Hochhausviertel der Stadt. Die bisher dort errichteten Türme wie Ares-Tower (100 Meter) oder Andromeda-Tower (113 Meter) sind jedoch bei weitem nicht so hoch wie die Perrault-Bauten.

"DC Tower 1" wird laut WED über 60 Geschoße verfügen, für den "DC Tower 2" sind 46 Geschoße vorgesehen. Der Baubeginn für das höchste Haus soll noch in diesem Jahr erfolgen bzw. spätestens Anfang nächsten Jahres, wie WED-Vorstand Thomas Jakoubek im Gespräch mit der APA am Donnerstag berichtete. Der Auftakt für den Bau des "kleinen" Turms steht erst in zwei Jahren an.

Rund zwei Jahre Bauzeit pro Hochhaus

Die Bauzeit pro Hochhaus wird demnach rund zwei Jahre betragen. Im "DC Tower 1" ist eine so genannte gemischte Nutzung geplant. Zwar werden zwei Drittel der Fläche für Büros reserviert, es sind aber auch Wohnungen sowie die Errichtung eines Hotels vorgesehen. Auskünfte über die Investitionskosten gab Jakoubek nicht.

Im Gemeinderat stimmten die regierende SPÖ sowie die ÖVP für die Flächenwidmung. Die FPÖ und die Grünen verweigerten ihre Zustimmung. Einer der Kritikpunkte war die befürchtete heftige Windbelastung. Zwischen den Hochhäusern sei mit "orkanartigen Stürmen" zu rechen, hieß es etwa. (APA)

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