Chen in Schwierigkeiten

30. März 2007, 12:56
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Nummer 4 im Einzel gegen unbekannten Luxemburger nur mit 4:2 weiter - Gardos, Presslmayer sicher in Runde drei

Die Österreicher Chen Weixing, Robert Gardos und Bernhard Presslmayer haben ihren Einstieg in den Einzel-Bewerb der Tischtennis-EM in Belgrad erfolgreich absolviert. Das Trio zog Donnerstag Mittag nach Erstrunden-Freilosen in die dritte Runde ein, wobei sich überraschend der als Nummer vier gesetzte Chen am schwersten tat. Der 34-Jährige besiegte den Luxemburger Gilles Michely 4:2.

Michely hat in der zweiten deutschen Bundesliga eine Negativ-Bilanz, hat auch gegen den gleichaltrigen Niederösterreicher Stefan Fegerl noch kein Match gewonnen. Gegen Chen spielte er aber munter drauf los. "Ich fühle mich müde", erklärte Chen, nachdem er am Vormittag harte Partien im Doppel und Mixed hinter sich gebracht hatte.

Gardos hatte den Serben Marko Jevtovic mit 4:0 sicher in Griff, Presslmayer den Belgier Martin Bratanov mit 4:1. "Ich habe nicht so gut gespielt" sagte der 27-jährige Oberösterreicher. "Aber ich fühle mich momentan so gut, dass ich solche Matches für mich entscheiden kann." Am frühen Abend war Presslmayer gegen den Niederländer Trinko Keen Außenseiter, Gardos gegen den Norweger Geir Erlandsen leichter Favorit. Chen traf auf den Ungarn Peter Fazekas.

Fegerl hatte die Ehre, gegen den topgesetzten Deutschen Timo Boll anzutreten, verlor wie erwartet 0:4. "Das war echt cool. Schön, dass ich die Chance gehabt habe, gegen ihn zu spielen", meinte der 18-Jährige. "Bisher war Chen der Höchstgereihte, gegen den ich gespielt habe." Boll bescheinigte seinem Gegner Potenzial: "'Gutes Spiel", meinte er beim Shakehands. Für Fegerl ist die EM wie für seinen Doppelpartner Feng Xiaoquan beendet.

Ebenso für Daniel Habesohn nach einem 1:4 gegen Pär Gerell. Der EM-Debütant hatte gegen den Schweden Probleme mit der Service-Annahme. "Dadurch war ich zum Passiv-Spiel gezwungen und habe mehr Fehler gemacht", erzählte Habesohn. "Im vierten Satz hatte Gerell drei Netzroller. Das war die Entscheidung." (APA)

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