Australisches Geld für Wiederaufforstung in Südostasien

29. März 2007, 12:39
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Ministerpräsident: "Effektiver als das Kyoto-Protokoll"

Canberra - Die australische Regierung stellt im Rahmen ihrer Bemühungen im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel 200 Millionen australische Dollar (121,0 Mio. Euro) für Wiederaufforstungen in Südostasien bereit, wie Ministerpräsident John Howard am Donnerstag ankündigte. Mit dem Geld solle die Abholzung in Südostasien und besonders im benachbarten Indonesien halbiert werden.

Dies sei effektiver als das Kyoto-Protokoll, erklärte Howard. Australien, das weltweit einer der pro Kopf größten Produzenten von Treibhausgasen ist, hat wie die USA das Klimaabkommen nicht unterzeichnet.

Howard erklärte, die Zerstörung der Wälder sei für rund 20 Prozent der Treibhausgase verantwortlich. Er lud Deutschland, Großbritannien und die USA ein, sich dem Fonds anzuschließen, der von der Weltbank verwaltet werden soll. Kritiker warfen Howard Heuchelei vor. Er unternehme nichts gegen die Abholzung der Wälder in Australien, sondern verlege seine Aktivitäten ins Ausland. (APA/AP)

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