Berlin erhält eine Kunsthalle für Zeitgenössisches

29. März 2007, 20:46
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Staatssekretär: Ab 2009 temporäre Lösung auf dem Schlossplatz, ab 2011 fixer Standort

Berlin - Berlin wird bis spätestens 2011 eine Kunsthalle für zeitgenössische Kunst erhalten. Das kündigte Kulturstaatssekretär André Schmitz am Mittwoch als Reaktion auf die Auseinandersetzung um die Sammlung Marx im Hamburger Bahnhof an. Der Plan werde vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) unterstützt, sagte Schmitz der dpa. Er gehe davon aus, dass zunächst eine von privater Seite geplante temporäre Kunsthalle nach dem Abriss des Palastes der Republik ab 2009 für etwa ein bis eineinhalb Jahre auf dem Schlossplatz bis zum Bau des Humboldt-Forums (mit der historischen Fassade des Stadtschlosses) stehen könne.

Danach werde die vom Land Berlin geplante Kunsthalle gebaut, für die drei mögliche Standorte in zentraler Lage in Aussicht seien, unter anderem direkt hinter dem Hamburger Bahnhof an der Spree. Berlin werde "alles tun, um die Sammlung Marx im Hamburger Bahnhof zu halten", betonte Schmitz. Darüber habe er am Mittwoch auch mit Lehmann gesprochen. Der jetzige Streit verweise auf "ein ureigenes Berliner Problem", nämlich der fehlenden Kunsthalle für zeitgenössische Kunst. Bastians Vorwürfe gegen den Hamburger Bahnhof seien aber ungerecht. (APA/dpa)

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