Israel räumt jüdische Siedlung im Westjordanland

28. März 2007, 21:33
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Nach Besetzung durch Aktivisten - Polizei: Keine Festnahmen, keine Verletzten

Jerusalem - Israelische Polizei hat am Mittwoch eine jüdische Siedlung im Westjordanland geräumt, die von mehr als 450 Aktivisten besetzt wurde. Die Räumung in Homesh sei abgeschlossen, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Mittwoch. Es habe keine Verletzten oder Festnahmen gegeben. Die Polizei hatte zuvor Festnahmen angedroht, falls sich die Demonstranten weigern sollten, die Siedlung freiwillig zu verlassen.

Die Aktivisten hatten die Siedlung Homesh im Norden des Westjordanlands in dieser Woche besetzt und angekündigt, die bereits 2005 geräumten Häuser wieder in Stand zu setzen. Damals hatte Israel 21 Siedlungen in den Palästinenser-Gebieten geräumt, in denen insgesamt 8500 Menschen lebten. Seitdem dürfen die Israelis die Siedlungen nicht mehr betreten. Im Westjordanland leben noch etwa 270.000 jüdische Siedler zwischen 2,5 Millionen Palästinensern. Der Internationale Strafgerichtshof hat den israelischen Siedlungsbau auf Land, das Israel während des Krieges 1967 einnahm, als illegal erklärt.

Im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland töteten israelische Soldaten nach Angaben aus palästinensischen Kreisen unterdessen einen bewaffneten Palästinenser. Eine Sprecherin der israelischen Armee bestätigte, die Soldaten hätten das Feuer auf eine Gruppe bewaffneter Männer eröffnet und dabei einen Palästinenser getroffen. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, der Mann sei ein 21-jähriges Mitglied der Al-Aksa-Brigaden. Israelische Truppen suchen im Westjordanland regelmäßig nach Extremisten. (APA/Reuters)

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