Besitz von Königen und Prinzen - Spitzenergebnisse in Zürich - 16. Salon du Dessin

28. März 2007, 19:25
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Amsterdam /Zürich/ Paris - Drei Tage lang kommen bei Christie's in Amsterdam (3. bis 5. April) im Rahmen der Auktion European Noble and Private Collections Kostbarkeiten aus dem Besitz europäischer Könige, Prinzen und Grafen zur Auktion. 1200 Positionen wurden dafür aus Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden angeliefert. Die Bandbreite reicht vom zwei Meter langen Grizzlyfell samt Schädel (2000-4000 €) über Prinz Bernhards Oyster Rolex samt Garantiezertifikat (3000-5000 €) bis zu einem Geburtstagsgeschenk König Wilhelms I. von Württemberg, einem Meisterstück aus Elfenbein, auf 30.000 bis 50.000 Euro taxiert.

Gemessen am weltweiten Marktanteil teilen sich Österreich und die Schweiz seit Jahren das Los, bei Analysen in die Kategorie "Other Countries" zu fallen, die lediglich 7,2 Prozent des weltweiten Umsatzes stellen. Auktionshäuser wie Koller (Zürich) liefern dabei kontinuierlich gute Ergebnisse. Zuletzt setzte man dort vom 19. bis 24. März in einer Auktions-Serie knapp 35 Millionen Franken, umgerechnet 21,6 Millionen Euro, um. Den stärksten Anteil steuerten mit 10,5 Millionen Euro Altmeister und Gemälde des 19. Jahrhunderts bei: Den höchsten Preis bewilligte ein russischer Privatsammler für Ivan Ajvasowskis Ansicht von Napoli von 1845: 1,85 Millionen Euro.

So gut wie der 16. "Salon du Dessin" lief noch keine der Pariser Handzeichnungs-Messen, meinten alle 31 Aussteller. Vom 21.-26.3. kamen Sammler und Museumskäufer aus der ganzen Welt, um Arbeiten auf Papier auf dem "Salon du Dessin" zu erwerben sowie im Rahmen der "Zeichnungswoche" Spezialausstellungen in elf Museen zu besuchen. Da Altmeister-Zeichnungen seltener am Markt vorkommen, verlagern sich die Verkäufe ins 19. Jahrhundert. Heuer war das 20.-Jahrhundert-Angebot auffallend, blieb aber ohne spektakuläre Abschlüsse. Im Schnitt verkauften die Galeristen mindestens sieben Blätter im Preisbereich von 10.000 bis 300.000 Euro. (kron, ogw / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.3.2007)

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