Pritzker-Preis an Richard Rogers

28. März 2007, 17:15
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Architekturauszeichnung mit 100.000 Dollar Dotation geht an an Koentwerfer des Centre Pompidou

Wien - Der britische Architekt Richard Rogers (73), Schöpfer des Pariser Centre Pompidou, erhält den renommierten Pritzker-Preis für Baukunst, berichtet die "Kleine Zeitung" in ihrer Donnerstagsausgabe. Die Auszeichnung ist der weltweit wichtigste Architektur-Preis und mit 100.000 Dollar (ca. 75.000 Euro) dotiert. Sie wird von der auslobenden Hyatt-Foundation am 4. Juni in London überreicht.

Der am 23. Juli 1933 in Florenz geborene Architekt gilt als einer der Erfinder des "High-Tech"-Stils in der Architektur: Am Centre Pompidou beispielsweise machte er technische Details wie Konstruktionsgitter und Versorgungsteile in leuchtenden Farben sichtbar. Von 1963 bis 1967 arbeitete er in einem Architektenteam mit u. a. Norman Foster. 1969 schloss er sich mit Renzo Piano zusammen. Die Zusammenarbeit gipfelte im Entwurf des Pompidou.

Rogers hat danach mit seinem 1977 gegründeten Architekturbüro Richard Rogers Partnership u. a. den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, die Daimler-Benz- und Sony-Gebäude am Potsdamer Platz in Berlin und den Millennium Dome in London gestaltet. Der Stil prägende Architekt wurde von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben.

Der Pritzker-Preis wird seit 1979 verliehen. Er wurde von dem Chicagoer Unternehmer Jay A. Pritzker und dessen Ehefrau Cindy gestiftet. Die Familie besitzt unter anderem die internationale Hyatt-Hotelkette. Zu den bisherigen Pritzker-Preisträgern gehören der Italiener Renzo Piano und der Niederländer Rem Koolhaas. (APA)

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    Renzo Piano und Richard Rogers, die Schöpfer des Centre Pompidou, hier 2006 bei der Architektur-Biennale in Venedig

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