Straßenbaupläne: Umweltschützer besorgt

29. März 2007, 10:52
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Greenpeace: "Betoniersehnsüchte von Kommunalpolitikern dürfen keinesfalls die Klimaschutz-Vorgaben aushebeln"

Wien - Die Straßenbaupläne der Regierung haben heute für heftige Kritik von Umweltschützern gesorgt. Global 2000 sprach davon, dass die Pläne die Klimastrategie Österreich "pulverisieren" würden. Insbesondere der Autobahnring rund um Wien erzürnt die Umweltschutzorganisation. Die mit der Politik vereinbarten Runden Tische würden nichts bringen, wenn ohnehin vollendete Tatsachen geschaffen würde, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung.

Greenpeace warnt vor einem "Neuverkehr", der zu einem Anstieg der CO2-Emissionen um mehrere Millionen Tonnen führen wird. Allein der Ring um Wien könnte Österreichs Klimabilanz um zusätzliche 500.000 Tonnen CO2 belasten. "Berücksichtigt man die Verkehrsauswirkungen der neuen Autobahnen auf das niederrangige Straßennetz, fällt der Anstieg der klimaschädlichen Emissionen sogar noch höher aus", so die Organisation.

Greenpeace verlangt von der Bundesregierung, eine genaue Berechnung der CO2-Wirkungen des Infrastruktur-Pakets vorzunehmen und Alternativ-Varianten für die jeweiligen Verkehrskorridore zu prüfen. "Betoniersehnsüchte von Landes- und Kommunalpolitikern dürfen keinesfalls die übergeordneten Klimaschutz-Vorgaben aushebeln", betonte Greenpeace. (APA)

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