WHO empfiehlt Beschneidung von Männern im Kampf gegen Aids

28. März 2007, 15:04
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Kann das Infektionsrisiko zwar um bis zu 60 Prozent senken, eine Ansteckung aber nicht generell verhindern

Genf - Im Kampf gegen die Immunschwäche Aids empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Beschneidung von Männern. Die wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Entfernung der Vorhaut das heterosexuelle Ansteckungsrisiko deutlich senke, seien inzwischen so zwingend, das die Maßnahme als zusätzliches Mittel gegen die HIV- Epidemie gelten müsse, berichteten die WHO und das Aidsprogramm der Vereinten Nationen (UNAIDS) am Mittwoch in Genf.

Aufklärung

Gleichzeitig müssten Männer aber sorgfältig aufgeklärt werden, dass die Beschneidung das Infektionsrisiko zwar um bis zu 60 Prozent senke, eine Ansteckung aber nicht generell verhindere.

Die Empfehlung komme vor allem für Länder mit einer hohen heterosexuellen Übertragungsrate und einem geringen Anteil beschnittener Männer in Frage. (APA/dpa)

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UNAIDS
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