Dell-Österreich präsentiert "aufregende" Zahlen

20. April 2007, 17:58
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Computerbauer verzeichnete 2006 ein Wachstum von 48,7 Prozent - Dienstleistungsangebot "Presto" vorgestellt

"Die Zahlen sind aufregend", so Thomas Hillebrand, Geschäftsführer von Dell-Österreich, bei der Pressekonferenz in Wien. Der Computerbauer verzeichnete 2006 ein Wachstum von 48,7 Prozent im Vergleich zu 2005. Damit erhöhte Dell seinen Marktanteil in Österreich auf 8,4 Prozent und wuchs zehn Mal schneller als der Markt. Der Umsatz konnte "zweistellig gesteigert" werden, so Hillebrand. Genaue Zahlen wollte er allerdings nicht nennen. Insider gehen von einem Plus von über 21 Prozent aus.

Am vierten Platz

Bei Desktops, Notebooks und Server konnten die Verkäufe im letzten Quartal 2006 um 67,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Damit konnte Dell seinen Marktanteil von sechs Prozent auf 10,2 Prozent erhöhen und rangiert damit auf der vierten Marktposition – hinter HP, Acer und Fujitsu Siemens. "Bei Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern sind wir bereits heute Marktführer", so Hillebrand.

Dienstleister

Das Ziel für die Zukunft ist bereits gesteckt. "Neben der Stärkung unseres Hardwaregeschäfts werden wir uns künftig noch deutlicher als Lösungsanbieter positionieren und das Dienstleistungsangebot weiter ausbauen", so Hillebrand. Mit Dell Solutions will der texanische Konzern integrierter Lösungspakete aus Hardware, Software und Dienstleistungen, die sich von Client-Arbeitsplätzen über die Virtualisierung von Serverfarmen bis zu Backup, Recovery und Archivierung erstrecken, anbieten.

Erster Ansprechpartner

Künftig will sich Dell-Österreich als "erster IT-Ansprechpartner" präsentieren. Dafür wird "demnächst", der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, das Dienstleistungsangebot des Unternehmens kräftig ausgebaut. Ein Fokus wird dabei auf Privatkunden gelegt, die künftig IT-Support, etwa bei Virenbefall oder der Installation eines WLAN-Netzes, zu einem Fixpreis bei Dell erwerben können.

Presto

Das Dienstleistungsangebot wurde "Presto" getauft und wurde bereits in Deutschland, Frankreich und Großbritannien eingeführt. Presto funktioniert telefonisch oder vor Ort - je nach Komplexität der Frage, mit der Support-Mitarbeiter konfrontiert werden. In Deutschland kostet die Behebung von Troubles ab 29 Euro – die Preisgestaltung in Österreich steht noch nicht fest. Mit dem Angebot will man auch kleineren Firmen als Kunden gewinnen.

Versandkosten

In den letzten Wochen konnte Dell-Österreich ein oft kritisiertes Manko beheben: Kunden aus Österreich zahlen nun die gleichen Versandkosten wie Kunden in Deutschland - vormals wurde rund 30 Euro mehr für den Versand nach Österreich berechnet.

Linux für Dell

Auf die Frage, ob Dell künftig auch Laptops- oder PCs mit Linux ausliefern will antwortete Hillebrand, dass das "Linuxthema interessant" und Dell flexibel sei. Allerdings sehe er keine "große Nachfrage."

Bei Dell-Österreich arbeiten rund 60 Menschen. Kürzlich veröffentlichten IDC- und Gartner-Zahlen zufolge konnte der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) Rivalen Dell als führender PC-Hersteller ablösen. HP hatte im dritten Quartal 2006 erstmals seit etwa drei Jahren wieder die Nase vorn. Insgesamt wuchs der weltweite Markt für Personal Computer um knapp sieben Prozent. HP lieferte im Jahresvergleich 15 Prozent mehr Computer aus, Dell knapp vier Prozent. Dell und HP zusammen kontrollieren knapp ein Drittel des weltweiten PC-Marktes.(sum)

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  • Thomas Hillebrand

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