USA verstärken Marinepräsenz am Golf

31. März 2007, 16:55
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Weiterer Flugzeugträger vor Küste des Iran eingetroffen - Iran: Nicht besorgt

London - Die USA haben vor der Küste des Iran im Golf die stärkste Marinepräsenz seit der Invasion im Irak vor etwa vier Jahren aufgebaut. Wie der Kapitän des bereits in den Gewässern kreuzenden Flugzeugträgers "Dwight D. Eisenhower" am Dienstag mitteilte, ist nunmehr auch der Flugzeugträger "Stennis" in der Seeregion eingetroffen. Die Schiffe würden "für einige oder auch mehr Tage" im Golf an gemeinsamen Manövern teilnehmen. Die massive Marinepräsenz der Amerikaner im Golf fällt in eine Zeit verstärkter Spannungen mit der Islamischen Republik, die sich wegen ihres umstrittenen Atomprogramms mit verschärften Sanktionen der Vereinten Nationen konfrontiert sieht.

Zu den Flugzeugträger-Kampfgruppen gehören gewöhnlich vier bis fünf Fregatten und Zerstörer sowie ein U-Boot. Mitte März ist im Arabischen Meer bereits der französische Flugzeugträger-Verband "Charles de Gaulle" eingetroffen, wie ein Marinesprecher in Paris bestätigte. Dazu gehörten eine Luftabwehr-Fregatte, zwei U-Boot-Jäger, ein U-Boot und ein Versorger. Der Verband sei ausschließlich an Operationen in Afghanistan beteiligt, sagte Korvettenkapitän Bertrand Bonneau. Die Entsendung der "Charles de Gaulle" bedeute nicht, dass stärkerer Druck auf den Iran ausgeübt werden solle.

Iranisches Fernsehen: "Kriegsspiele des Pentagon"

Der Iran ist nach Berichten des staatlichen Fernsehens nicht besorgt wegen der erhöhten Militärpräsenz der USA im Golf. Auf dem Laufband im Fernsehen hieß es in englischer Sprache: "Iran: Keine Besorgnis wegen der Kriegsspiele des Pentagon im Persischen Golf... Teheran beobachtet (die US-) Kriegsspiele genau." Es war unklar, ob die Schlagzeile auf einer offiziellen Mitteilung der Regierung basierte. Eine Stellungnahme der Behörden war zunächst nicht zu erhalten.

Die massive Marinepräsenz der Amerikaner im Golf fällt in eine Zeit verstärkter Spannungen mit der Islamischen Republik, die sich wegen ihres umstrittenen Atomprogramms mit verschärften Sanktionen der Vereinten Nationen konfrontiert sieht. (APA)

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