Gedränge im Vorstand der Bank Austria kündigt sich an

26. Juli 2000, 19:14

Aufstockung nach Übernahme durch die Bayern


Günter Baburek

Wien - Im Vorstand der Bank Austria kündigt sich ein Gedränge an. Das derzeit mit acht Mitgliedern ohnehin nicht zu knapp besetzte Führungsgremium des Instituts - die dreimal so große künftige Muttergesellschaft HypoVereinsbank findet derzeit ebenfalls mit einem Achter-Vorstand das Auslangen - wird nach der Übernahme durch die Bayern auf jeden Fall aufgestockt.

Wie berichtet, wird die HypoVereinsbank zwei Vertreter in den Bank-Austria-Vorstand entsenden, und zwar Kai Werhan-Mees und Michael Mendel. Im Gegenzug wird Bank-Austria-Generaldirektor Gerhard Randa in den Vorstand der HypoVereinsbank Einzug halten. Ob und wer nach dem Einzug der HypoVereinsbank-Vertreter aus dem Bank-Austria-Vorstand ausscheidet, wollte Randa nicht sagen. Es würde ihm auch schwerfallen, denn nicht nur sein eigener Vertrag läuft bis zum Jahr 2005, sondern auch die Verträge seiner sieben Vorstandskollegen Karl Samstag, Heinrich Gehl, Wolfgang Habermayer, Wolfgang Haller, Friedrich Kadrnoska, Wolfram Littich und Franz Zwickl sind bis dahin befristet. Habermayer und Littich wurden erst mit April 2000 in den Bank-Austria-Vorstand berufen.

Neben den zwei HypoVereinsbank-Vertretern gibt es aber noch zwei weitere Anwärter auf einen Vorstandssitz in der Bank Austria: Alarich Fenyves, derzeit Vize-General, und Alois Steinbichler, derzeit Vorstand in der Bank Austria Creditanstalt International (BACA-I). Steinbichler soll bereits die fixe Zusage haben, nach Eingliederung der BACA-I in die Bank Austria in den Vorstand der Bank Austria aufzurücken.

Fenyves, der auch stellvertretender Generaldirektor der CA ist, könnte sich zwar auf diese Position zurückziehen, würde als Spezialist für das Auslandsgeschäft dort aber kein adäquates Wirkungsfeld vorfinden. Außerdem hat Randa, der auch Aufsichtsratschef der CA ist, bereits angekündigt, dass Fenyves in diesem Institut durch einen Vertreter der HypoVereinsbank ersetzt werden soll. Fenyves selbst weiß davon offiziell noch nichts. "Mit mir hat niemand darüber gesprochen", versicherte er dem STANDARD und wies darauf hin, dass sein CA-Vertrag ebenfalls bis 2005 läuft.

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