Bank Austria baut ihre Position in Polen aus

26. Juli 2000, 19:16

Übernahme an der PBK endgültig fixiert

Wien - Die Bank Austria Creditanstalt International (BACA-I) hat die Übernahme der Mehrheit an der Powszechny Bank Kredytowy (PBK), dem viertgrößten polnischen Geldinstitut, endgültig fixiert. Am Dienstag wurden weitere 10,29 Prozent zum Preis von umgerechnet 83 Mio. EURO (1,14 Mrd. S) erworben, womit die BACA-I nun bei rund 53 Prozent hält. Nach Abschluss der angekündigten Fusion mit der Bank-Austria-Tochter in Polen (BACA Poland) wird dieser Anteil auf 57 Prozent steigen.

Durch das Andocken bei der bayerischen HypoVereinsbank wird die Bank-Austria-Gruppe ihre Position in Polen im kommenden Jahr aber noch weiter ausbauen. Neben der PBK, die mit 8500 Mitarbeitern in rund 340 Zweigstellen auf eine Bilanzsumme von 4,2 Mrd. EURO und einen Gewinn nach Steuern von knapp 72 Mio. EURO kommt, wird die Bank Austria auch die HypoVereinsbank-Tochter Bank Przemyslowo-Handlowy (BPH) übernehmen, die mit ihren 220 Filialen vor allem im Raum Krakau stark vertreten ist.

Eine Fusion der beiden polnischen Kreditinstitute wird in der Bank Austria zwar nicht ausgeschlossen, als wahrscheinlichere Lösung gilt allerdings eine Verbindung über eine Holdinggesellschaft. Dies würde auch dem HypoVereinsbank-Konzept von der "Bank der Regionen" entsprechen, hieß es. Zusammen kommen PBK und BPH jedenfalls auf rund 15.000 Mitarbeiter, die in 550 Filialen mehr als zwei Millionen Kunden betreuen. (gb)

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