Atomstreit: Solana sprach mit Larijani über neue UN-Resolution

31. März 2007, 16:55
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Neues Telefonat in den nächsten Tagen geplant - Moskau für neuen Dialog

Brüssel/Moskau - EU-Chefiplomat Javier Solana hat mit dem iranischen Chef-Atomunterhändler Ali Larijani bei einem Telefonat über die am Samstag verabschiedete neue UN-Resolution gesprochen. "Das Telefonat diente der Erneuerung der Kontakte, um zu erklären, was die internationale Gemeinschaft getan hat", sagte Solanas Sprecherin Cristina Gallach am Dienstag in Brüssel.

Zudem habe Solana bei dem Telefonat am Montagabend die Bereitschaft der EU erklärt, wieder in einen Dialog einzutreten, um die Bedingungen für volle Verhandlungen zur Beilegung des Atomstreits vorzubereiten, sagte Gallach weiter. Man habe vereinbart, in den nächsten Tagen erneut zu sprechen. Um konkrete Inhalte zum Atomstreit sei es bei dem Telefonat nicht gegangen.

Auch Russland betonte die Notwendigkeit eines erneuten Dialogs. Die Resolution solle die Wiederaufnahme der Verhandlungen erleichtern, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. "Sie dient nicht als Instrument, um den Iran zu bestrafen." Er hoffe nun, dass diese Signale beim Iran angekommen seien.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte am Samstag die Sanktionen gegen den Iran einstimmig verschärft, weil das Land sich weigert, seine umstrittene Urananreicherung einzustellen. Der Iran beharrt auf seinem Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomtechnologie. Die internationale Gemeinschaft wirft dem Land aber vor, heimlich nach Atomwaffen zu streben, was der Iran zurückgewiesen hat. (APA/Reuters)

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