Reaktion zum Bank-Austria-Deal

27. Juli 2000, 10:32

Gedicht einer betroffenen Bank-Austria- Mitarbeiterin

Heit woan zwa Journalisten in der Bank ... de haum mi gfrogt, wos i von der Übernahme hoit. „Wie es mir geht“ woll's wissen und entlockt ma a Grinsen und i g’frei mi dass mi wer frogt oba es wird nix druckt von dem wos i sog. Wei es is verboten und de Chefpartie wü des lenken, wos si die Mitarbeiter denken. Dabei - im Grunde ändert sie für mi nix, waun jetzt da Schmidt mei Direktor is.

Nua dass er a Deutscha is taugt ma net so, des österreichische geht ma da bei o.

Oba für die EU und wegn der Konkurrenz, mi wundat dass überhaupt ana denktann an klane Mitarbeiterin wie i ane bin weil i hackel nuar so dahin, moch a Fusion nach der andern mit und waas nimma wos wirklich gschiacht.

Nuar dass ma schneller und besser sei miassn, oba mit weniga Leit - und dass des de Wenigsten von uns gfreit, wäu irgendwie geht si des net aus, aum liabsten bleibat i afoch z’Haus.

Zearst von der CA des neiche EDV-Programm, boid faungt des mit’n Euro an. Jetzt des mit de Bayern - is des a Grund zum Feiern, nua waun die Aktien steigen soi i mi g’frein.

I frog mi monchmal wirklich wer hat an Überblick in dem Dickicht. Olles is riesengroß und mächtig irgendwie is ma des verdächtig.

Der Betriebsrat hot si früha um uns kümmert oba jetzt hearst eam nur noch wimmern. „Wir sehen uns die Sache an und reagieren dann.“Nau dann is z’spät - drum frogt ja kana wie’s uns geht."

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