Start mit Wagner bei Osterfestspielen

3. April 2007, 13:05
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"Das Rheingold" eröffnet Ring-Projekt von Simon Rattle - Osteuropäische Musik dominiert philharmonische Konzerte

Salzburg - Die Salzburger Osterfestspiele 2007 beginnen am Samstag (31. März) mit "Das Rheingold". Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wird den Vorabend von Richard Wagners vierteiligem Bühnenspektakel "Der Ring des Nibelungen" dirigieren, Stephane Braunschweig hat diese Koproduktion der Osterfestspiele mit dem Festival Aix-en-Provence schon bei der Premiere in Südfrankreich erfolgreich inszeniert. "Das Rheingold" wird nochmals am Ende des Festivals, am 9. April, zu sehen sein.

1967 hat Herbert von Karajan die Osterfestspiele mit Geld aus der eigenen Tasche gegründet. Am Anfang stand ebenfalls Wagners Ring, wenn auch in veränderter Reihenfolge. Karajan begann mit "Die Walküre", weil er, so Geschäftsführer Michael Dewitte im APA-Gespräch, für den Startschuss seines Nobelfestivals "nur ein ganz großes, populäres Werk" wollte.

Fast ausverkauft

Heuer scheint diese Sorge unverständlich, auch "Das Rheingold" zieht beim Publikum. "Die beiden Vorstellungen im Großen Festspielhaus sind so gut wie ausverkauft. Der Wagner-Bonus wirkt", sagte Dewitte, "Rattles Idee, zurück zu den Wurzeln der Osterfestspiele zu gehen, scheint zu funktionieren."

Zwei Konzertprogramme der Berliner Philharmoniker am 1. und 7., beziehungsweise am 2. und 6. April werden heuer von Rattle geleitet, die Solisten sind Yefim Bronfman und Lang Lang. Auf dem Programm steht vor allem Musik aus Osteuropa, Schostakowitsch, Prokofjew, Rachmaninow, Dvorak und Janacek werden zu hören sein. Am 3. und 8. April wird Bernhard Haitink das dritte Konzertprogramm dirigieren, und zwar Beethovens "Missa Solemnis".

Kontrapunktierter Wagner

Wieder um Wagner dreht sich die Reihe "Kontrapunkte". Im ersten dieser Konzerte im Großen Saal des Mozarteums gibt es Orchestermusik von Wagner oder Bearbeitungen seiner Musik (4. April). Im zweiten Konzert werden Werke von Komponisten erklingen, die sich als Wagnerianer bezeichneten (5. April), und im dritten Konzert werden die Gegner Wagners - etwa Hindemith, Krenek oder Webern - "zu Wort" kommen (8. April, 15.00). Das Sonderkonzert am 8. April (11.00 Uhr) im Großen Festspielhaus ist Brahms und Bartok gewidmet, Myung-Whun Chung dirigiert das Gustav Mahler Jugendorchester. (APA)

  • "Rheingold" auf der Video-Wall
    foto: elizabeth carecchio

    "Rheingold" auf der Video-Wall

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