Kicker-Gewerkschaft begrüßt Strafen

30. März 2007, 21:51
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"Endlich ein klares Signal gegen Wettbewerbsverzerrung und Unehrlichkeit im Lizenzierungsverfahren"

Wien - Die österreichische Fußballer-Gewerkschaft VdF hat die am Montag in Form von massiven Punkteabzügen verhängten Strafen gegen die Grazer Bundesligisten GAK und Sturm als "klares Signal gegen Wettbewerbsverzerrung" begrüßt. In einer Presseaussendung vom Dienstagvormittag bezeichnete die Gewerkschaft die Entscheidungen des Bundesliga-Senates 5 als "logische Konsequenz auf jahrelange Misswirtschaft durch Vorstände und Management".

Spieler, Trainer, Angestellte, Anhänger und die aktuellen Vorstände der Vereine hätten jetzt die bittere Suppe auszulöffeln, die ihnen eingebrockt wurde. Laut VdF haben Funktionäre, die sich lieber im Scheinwerferlicht sonnten, statt ihren Kontrollpflichten nachzukommen, getrieben von Gier nach Popularität und Medienpräsenz ihren Verein in eine katastrophale Situation geführt. "Die Punkteabzüge sine ein klares, längst überfälliges Signal gegen die Unehrlichkeit im Lizenzierungsverfahren. Die Spieler und die seriös arbeitenden Vereine müssen geschützt werden", erklärte VDF-Vorsitzender Oliver Prudlo.

Ein Hauptgrund für die Krise im österreichischen Fußball ist laut VdF die herrschende Entscheidungsstruktur in der Bundesliga. Da die Beschlüsse in der Präsidentenkonferenz fallen, würden die Vereine selbst entscheiden, wie streng sie kontrolliert werden. Die Gewerkschaft fordert daher ein Aufsichtsorgan mit vereinsunabhängigen Personen. (APA)

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