Soll dutzende Millionen Dollar beiseite geschafft haben - Anklage in den USA wegen Geldwäsche und Untreue
25 Kinder seit Jahresbeginn verhungert - Lateinamerikanische Staaten bieten Hilfe an
Auf gerichtliche Anordnung hin - Mehr als 200 Indigene bei Massaker von Dos Erres 1982 getötet
Richter Santiago Pedraz: Internationale Haftbefehle gegen Rios Montt und Mejias Victores immer noch in Kraft
Rosenberg warf Präsident Colom kurz vor seinem Tod vor, ihn umbringen lassen zu wollen
Der Notstand sieht Einschränkungen von Grundrechten vor - Bereits mehr als 460 Menschen verhungert
Neue Rücktrittsforderungen gegen Präsident Colom nach Mordvorwurf
Rodrigo Rosenberg hinterließ eine Videobotschaft, in der er schwere Vorwürfe gegen den Staatschef erhebt
(sowohl parallel zu staatl.Strukturen als auch innerhalb staatlicher Organe; Comisión contra la Impunidad en Guatemala CICIG, zuvor Comisión de Investigación de Cuerpos Ilegales y Aparatos Clandestinos de Seguridad CICIAC) wurde vor wenigen Wochen vom Kongress an den Verfassungsgerichtshof zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit weitergeleitet. Mit dieser (rechtlich nicht zwingend erforderlichen) Entscheidung demonstrierte der Kongress, dass es in Sicherheits- und Rechtsfragen widersprüchliche Interessenslagen gibt und jene der demokratischen und zivilen Sicherheit nicht erste Priorität ist. Im Falle eines positiven Beschlusses des Verfassungsgerichtshofs wird es im Wahljahr dennoch nicht mehr möglich sein das Thema im Kongress zu behandeln.
Obwohl diese noch nicht abgeschlossen sind, wird die intellektuelle Täterschaft wahrscheinlich einem lokalen Drogenring zugerechnet, ohne die darüber hinausgehenden Verstrickungen aufzuklären. Vor wenigen Tagen hat eine Veröffentlichung über Verstrickungen von (unbezahlten) "verwaltenden Beratern" des ehemaligen Innenministers in möglichen Fällen von aussergerichtlichen Hinrichtungen zu Presseeinschüchterungen geführt. Die wirtschaftliche Elite (Comité de Asociaciones Comerciales, Industriales y Financieras CACIF) hat bis zuletzt den ehem.Innenminister in mehreren ganzseiten Anzeigen öffentlich unterstützen und versucht dessen Abgang zu verhindern, nicht zuletzt um eine Offenlegung vielfältiger Verstrickungen zu vermeiden.
...wurde Adela Camacho de Torrebiarte, eine Aktivistin für Menschenrechte angelobt. 1995 gründete sie "Madres Angustiadas", eine Gruppe von Angehörigen von Entführungsopfern die Rechtshilfe leisten und an politisch-strategische Initiativen mitgewirkt haben. In den letzten Jahren war sie Mitglied des Rats für Sicherheit (Consejo Asesor de Seguridad).
Für die schwierige Aufgabe die Polizei von mafiaartigen Machtstrukturen zu lösen stehen ihr neun Monate zur Verfügung (Wahlen im September). Dennoch wird sie zum Teil auf den im Wahlkampf befindlichen Kongress angewiesen sein, da sich die Entlassung von fraglichen Mitgliedern der Polizei im aktuellen Rechtsrahmen als schwierig bis unmöglich herausgestellt haben.
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