50 Millionen Ostereier werden jedes Jahr in Österreich verzehrt

28. März 2007, 09:16
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Regenbogenfärbung und kräftige Töne besonders im Trend - Käfighaltung ab 2009 verboten, in der EU ab 2012

50 Mio. Ostereier lassen sich jedes Jahr die Österreicher schmecken. Der Osterhase greift schon länger nicht mehr nur in die klassischen Farbtöpfe und pinselt die ovalen Köstlichkeiten rot, gelb, blau oder grün an. Regenbogenfärbung und kräftige Töne liegen mittlerweile besonders im Trend, weiß man bei der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Mit gut abgelegenen Eiern gelingt das Färben am besten. Nach dem Kauf sollten sie einige Tage bei warmer Temperatur gelagert werden, so Adalbert Schäffler, selbst Inhaber eines Färbebetriebs und Obmann des Landesverbandes landwirtschaftlicher Geflügelwirtschaft. Woher die erworbenen Eier stammen, lässt sich am aufgedruckten Stempel ablesen. Produkte, die bereits gefärbt gekauft werden, tragen das so genannte Ovum-Zeichen oder die Österreich-Schleife.

Ab 2012 ist die Käfighaltung EU-weit verboten

Österreich hat sich dazu verpflichtet, bereits ab 2009 keine Tiere mehr in Käfigen zu halten. Ab 2012 ist die Käfighaltung EU-weit verboten. Im Lebensmittelhandel werden bereits seit Beginn des Jahres keine Eier mehr aus dieser Form der Haltung verkauft. Der oberösterreichische Agrarlandesrat Josef Stockinger (V) appellierte in einer Pressekonferenz am Montag in Linz an die verarbeitende Industrie, auch verstärkt auf die tierfreundlichere Produktion zurückzugreifen: "Dann werden die Ostereier künftig noch schöner glänzen."

Preisanpassung

Die Umstellung auf die käfiglose Haltung kostet die Landwirte 30 bis 40 Euro pro Huhn. Die Kosten für den Ausstieg müssten sich die Eierproduzenten auch verdienen, betonte der stellvertretende Obmann der Erzeugergemeinschaft "Frischei", Franz Karlhuber: "Damit sich Investitionen und Arbeit lohnen, brauchen wir eine Preisanpassung." Tiergerechtigkeit und Käfigausstieg sollten den Käufern 1 Cent pro Ei mehr wert sein, so Karlhuber. Österreich deckt den heimischen Bedarf an Eiern derzeit zu rund drei Viertel mit inländischer Ware ab. (APA)

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