Lebensbedrohende Dürre in China

28. März 2007, 17:40
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Akute Trinkwassernot in mehreren Provinzen - Ernte gefährdet

Peking - Wegen der anhaltenden Dürre in Chinas Süden und Südwesten sind fast zehn Millionen Menschen von akutem Trinkwassermangel bedroht. Der ausbleibende Regen beeinträchtige die Wasserversorgung für 9,8 Millionen Menschen, berichtete die Zeitung Beijing Morning Post. Darüber hinaus seien mehr als neun Millionen Stück Vieh von dem Wassermangel betroffen.

In den Provinzen Sichuan, Guizhou, Yunnan, Hainan und Hunan sowie in der Region Guangxi und in der Stadt Chongqing hat es in diesem Frühjahr bisher kaum oder gar nicht geregnet. Außerdem ist es ungewöhnlich warm.

Getreide vertrocknet

Die Dürre betrifft eine Fläche von fast 26.000 Quadratkilometer (ein Drittel der Fläche Österreichs), darunter mehr als 16.000 Quadratkilometer Agrarland. Zum Teil sei das Getreide ausgetrocknet, berichtet die Zeitung. Der Wasserstand in den großen Flüssen und Seen in der Region sei bis zu 50 Prozent niedriger als gewöhnlich.

Auch der Jangtse-Strom ist von dieser Dürre betroffen. Vor einer Woche berichteten staatliche Medien, möglicherweise werde deshalb die Stromgewinnung im Drei-Schluchten-Staudamm eingeschränkt. (APA/DER STANDARD-Printausgabe, 27.03.2007)

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    Auch in der chinesischen Provinz Hainan herrscht Dürre und Hitze, Büffel suchen in den wenigen Wasserlacken Abkühlung. Für Tiere und Menschen ist der Wassermangel lebensbedrohend.

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