Dort handhabt man die Ausnahmeregelung eng. Afzaal Deewan, Mitinhaber des Erfolgsbeisls „Der Wiener Deewan“ etwa, dessen Lage im STANDARD beschrieben worden ist (siehe Artikel "Beliebter Wiener Wirt von Ausweisung bedroht"), habe wenig Chancen auf niederlassungsrechtliches Entgegenkommen, erläutert der leitende Ministerialbeamte Johann Bezdeka: „Weder der errungene Zugang zum Arbeitsmarkt, noch eine gelungene Integration sind ausreichende Gründe für die Gewährung humanitären Aufenthalts“, stellt er klar. Vielmehr – so Bezdeka – sei Afzaal Deewan zu raten „wie tausende andere Betroffene seit Jahresbeginn 2006 auch aus Österreich auszureisen und aus dem Ausland den Niederlassungsantrag zu stellen“. Das neue Gesetz gelte eben auch für Altfälle wie Deewan, das habe der Verwaltungsgerichtshof zuletzt bekräftigt.
Beim Verfassungsgerichtshof sei ein einschlägiges Prüfungsverfahren anhängig, reagiert Marhold. Er rechnet mit einem Höchstrichterspruch im Sommer. (Irene Brickner/DER STANDARD-Printausgabe, 27.03.2007)
Verschärfung per E-Mail aus Ministerium - VwGH: Von nun an müsse auch bei "Altfällen" unter binationalen Ehepaaren "das Niederlassungsgesetz in dessen vollem Umfang herangezogen werden"
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VwGH: Von nun an müsse auch bei "Altfällen" unter binationalen Ehepaaren "das Niederlassungsgesetz in dessen vollem Umfang herangezogen werden"
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Seit 1.1.2006 gelten im Fremdenrecht deutlich schärfere Gesetze - Ein Überblick
Er hat als Beamter schlicht die gesetzliche Regelung zitiert. Ich persönlich finde es gut und richtig, dass Beamte sich an Gesetze halten und ich wäre nicht sehr angetan, würden Beamte nach eigenem Rechtsempfinden handeln.
Der Skandal ist, dass hier Menschen VON GESETZES WEGEN vorsätzlich in die Illegalität gedrängt werden und es kaum noch möglich ist, das Gesetz und ein sicheres, normales, würdiges Leben zu vereinen. DAS erinnert an die Zeit ab 1936.
Wir brauchen keine beamtische Gnadenakte sondern Rechtssicherheit und Gesetze deren Anwendung nicht die Existenz der Einwohner dieses Landes zerstören.
Der hat als Beamter schlicht die gesetzliche Regelung GESCHAFFEN, zusammen mit anderen Beamten. Oder glauben Sie im Ernst, dass Strasser, Prokop, Platter sich Gesetze ganz alleine und selber ausdenken?
Die lassen denken, geben neue Gesetzesentwürfe bei ihren eigenen Beamten in Auftrag, weil Minister häufig gar nicht qualifiziert genug sind, um mehr als ein paar Vorgaben zu machen. Und jetzt vollziehen diese gleichen Beamten die von ihnen geschaffenen Gesetze, machen aus legal anwesenden Fremden mit einem Federstrich Illegale und weigern sich ganz dreist, gesetzliche Kann-Bestimmungen auch positiv anzuwenden.
"... streicht der Leiter der Abteilung für Fremdenrechtsangelegenheiten im Ministerium, Johann Bedezeka, - gleichzeitig ein HAUPTAUTOR des Niederlassungsgesetzes – ..."
http://derstandard.at/?url=/?id=2740063
Chinesin Zou darf nicht zu ihrem Ehemann
Was die parlamentarische Mehrheit beschließt, haben Beamte vorher entworfen.
genau, und deshalb finde ich es so entsetzlich, dass es genau dieser mann ist, der dann auch bestimmt, was humanitär ist und was nicht - richtlinien dafür gibt's ja keine, wer die geldgrenze überschreitet oder wer drunter liegt. er sagt zwar z.b. dass es in den ländern liegt, zu bestimmen, wer einen aufenthalt bekommt und wer nicht - dennoch gehen alle anträge über seinen schreibtisch und er lehnt sie dann ab.
und wer einen bescheid des landes beruft, landet auch bei ihm.
ich verstehe nicht, warum sich unsere spitzenpolitiker das gefallen lassen?
derartige gesetze sind ein fundamentales unrecht und sicher nicht menschenrechtskonform. es wäre hier auch mal eine klare aussage seitens der katholischen kirche einzufordern, die ja sonst keine gelegenheit auslässt, für ehe und familie das wort zu erheben!
wenn solche gesetze recht sein sollen, dann wird widerstand zur pflicht!
Wie oft haben wir es schon gehört? Wehret den Anfängen...
Stellt sich die Frage, wo ist hier das Ende und wo der Anfang. Viele Dinge scheinen seit 1938 ja überhaupt nie beendet worden zu sein...
Der absurde Rassenbegriff schwingt jedenfalls immer noch mit, und immer noch macht man damit Politik. Österreich ist ewiggestrig.
Ich bin nicht fuer neuen 'Fremdengesetze' als 'Errunegnschaft', aber den staendigen Vergleich mit '38 halte ich fuer falsch!
Und zwar fuer grundsaetzlich, staendig eine vergangene Zeit als Vergleich fuer etwas heranzuziehen, das seine eigene Entstehungsgeschichte und Begruendung hat,
ist unzutreffend und foerdert eine dazu notwendige Diskussion ueberhaupt nicht;
Also bitte auf dem Boden bleiben..
Wer freiwillig ausreist (wenn dies überhaupt möglich ist, denn bei Asylwerbern ohne Papiere geht das nicht so einfach), weiss leider im voraus nicht, wann die Ö BürokratInnen es freundlicherweise gestatten werden, dass man wieder zurückkehren darf. Die Ö EhepartnerInnen müssen sich entweder auf Alleinsein oder Auslandsaufenthalt von unvorhersehbarer Dauer einstellen, abhängig vom guten Willen der zuständigen BeamtInnen, verkürzbar eventuell durch besondere Connections, Unterstützung durch die Medien...
fuer einen, der vor politischer oder religioeser verfolgung aus seinem heimatland geflohen ist also eine komplette unzumutbarkeit und absolut lebensgefaehrlich. 3 ehemaenner von oesterreicherinnen wurden dabei schon getoetet.
eine frau hat sogar 2 kinder.
auf der geschrieben steht: "Ich bin die personifizierte Sozialkompetenz !"
Noch 4 Jahre lang. Und wir werden uns in 5 Jahren noch fragen wo denn diese gewachelte Sozialkompetenz in der Praxis geblieben ist. Mann, hatten wir doch wirklich Hoffnung - vor und auch kurz nach den Wahlen - dass sich jetzt wirklich etwas zum Positiven und Menschlichen ändert .... Einen Sozialkompetenzfahnenwachler haben wir bekommen. Toll !
Viele, die heute als "Tschuschen" beschimpft werden, waren vor 100 Jahren Landsleute. Aber unsere multikulturelle Geschichte vergessen wir gerne. Da trinken wir lieber ein Pilsner, essen Powidltatschkern, Cevapcici und Käsekrainer und machen einen auf Lepschi, während wir über die Leute schimpfen, die aus den Ländern unserer Vorfahren kommen.
Dass gerade jene, die selbst noch vor nicht allzu langer Zeit zugewandert sind, die schärfsten Gesetze gegen Neuankömmlinge einfordern. Diejenigen, die immer schon da waren sind Neuankömmlingen in der Regel viel hilfsbereiter und gastfreundlicher und aufgeschlossener gegenüber als gerade erst in den letzten Generationen Hinzugezogene.
Quasi wie: "Ich bin endlich auch drinnen im Zug und habe einen schönen Sitzplatz und hinter mir bitte schnell die Türen schliessen und abfahren damit sich niemand mehr neben mich auf den freien Platz setzen kann wo ich mein wichtiges Jausensackerl platziert habe".
Aber in Kleingruppen ist es schon zu beobachten dass diejenigen, die zuletzt einen begehrten Platz in einer Gruppe bekommen haben, besonders aggressive und abweisend nachfolgenden Neulingen gegenüber sind, viel mehr als jene die schon länger in dieser Gruppe waren. Dazu gibt es Untersuchungen. Vergleiche auch das Peter-Prinzip in großen Unternehmen.
Ob das Alles für große Gruppen/Völker usw. auch gilt, wäre eine Untersuchung wert. Wahrscheinlich ist es schon so.
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