PC-Ware setzt mit Start-up auf chinesischen Markt

26. März 2007, 14:29
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Lizenzgeschäft, Software Asset Management und eProcurement anvisiert

Der deutsche IT-Dienstleister, die PC-Ware Information Technologies AG, gab am Montag, die Gründung einer Niederlassung im chinesischen Silicon Valley in Peking bekannt. Erst kürzlich baute das Unternehmen mit seiner Tochtergesellschaft im Großraum Moskau die Fortsetzung der eingeschlagenen Osteuropa-Expansion weiter aus. Mit sechs deutschen und am Hauptsitz in Deutschland qualifizierten Mitarbeitern strebt die Tochtergesellschaft im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund fünf Mio. Euro an. "Der chinesische Markt ist wie Russland ein enormer Wachstumsmarkt, sodass unsere Motive auf der Hand liegen, unsere Firmenkunden samt Tochtergesellschaften vor Ort zu betreuen", sagt Tillmann Blaschke, kaufmännischer Vorstand von PC-Ware, im Gespräch mit pressetext.

Vor allem im Segment des Lizenzgeschäfts sowie in den Bereichen des Software Asset Managements und eProcurements wird ein erhöhtes Wachstumspotenzial erwartet. "Wir pflegen in China bereits seit einigen Jahren Geschäftsbeziehungen und haben unseren Eintritt in den chinesischen Markt gründlich vorbereitet", gibt sich der PC-Ware-Vorstandsvorsitzende Knut Löschke zuversichtlich. So besäßen derzeit über 20 Prozent der Firmenkunden Tochtergesellschaften oder Unternehmensbeteiligungen in China, die auf vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen setzen. Der IT-Dienstleister folgt mit dem Engagement in China nicht nur dem internationalen Expansionstrend, sondern versucht auch den Anforderungen der Technologiehersteller gerecht zu werden.

So konnten bereits erste Kooperationsvereinbarungen mit lokalen IT-Dienstleistern und internationalen Systemintegratoren vor Ort geschlossen werden. Neben zahlreichen Partnern wie etwa Citrix , VMware Symantec , IBM oder McAfee ist das Unternehmen der drittgrößte internationale Large Account Reseller von Microsoft und Adobe Licencing. PC-Ware sieht seine China-Expansion als besonders wachstums- und margenträchtig, da allein die chinesische Softwareindustrie in 2006 ein Verkaufsvolumen von rund 61 Mrd. Dollar aufweisen konnte.

Bis 2020 werden Wachstumsraten im IT-Bereich von mehr als 30 Prozent erwartet. Zudem setzt PC-Ware auf die jüngst beschlossenen politischen Restriktionen der Volksrepublik gegen Software- und Produktpiraterie sowie gegen illegale Raubkopierer. "Wir begrüßen diesen Vorstoß und hoffen auf eine Eindämmung des Problems", betont Blaschke. So wird erwartet, dass in den kommenden Jahren ein steigender Bedarf an sowohl chinesischen, als auch internationalen Kunden besteht, die Softwarelizenzen legal erwerben wollen. (pte)

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