Mödling: Film-Anregung für Tötung der Mutter

28. März 2007, 09:16
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17-Jähriger wollte depressive Mutter viermal töten, die Versuche scheiterten aber - Sohn inhaftiert

Mödling – Versuchte „Beihilfe zum Selbstmord“ oder versuchte „Tötung auf Verlangen“: Zwischen diesen Delikten wird sich die Staatsanwaltschaft im Fall eines 17-jährigen Arbeitslosen aus Kaltenleutgeben (Bez. Mödling) wohl entscheiden müssen. Der junge Mann soll am Samstag viermal versucht haben, seine seit Jahren an Depressionen leidende Mutter auf deren Wunsch zu töten.

Die 40-Jährige habe ohne äußeren Auslöser beschlossen, sterben zu wollen, schildert einer der Ermittler. Da sie zu wenig Mut für einen Suizid aufbrachte, bat sie ihren Sohn um Hilfe. Der machte zunächst den FI-Schalter unbrauchbar und warf ein laufendes Radio in die gefüllte Badewanne, in der seine Mutter lag. Der Effekt war jedoch kein tödlicher Stromschlag, das Radio spielte weiter. Dann versuchte es der Teenager mit zwei Föns, was ebenso keine Wirkung zeigte.

Zuletzt griff er auf eine im Film „American History X“ gesehene Idee zurück und forderte seine Mutter auf, in den Rand der Badewanne zu beißen, während er ihr mit dem Fuß ins Genick springt. Dabei wurde die Mutter zwar verletzt, überlebte aber. Erst am Sonntag zeigte die Tochter der Frau den Vorfall an. (moe/DER STANDARD-Printausgabe, 27.03.2007)

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