Rugby: Aufgalopp der Prätendenten

26. Juli 2007, 14:04
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Die Six Nations 2007 sind vorbei, Frankreich hat erneut gewonnen - Doch wo stehen Europas beste Rugby-Teams im Hinblick auf die Weltmeisterschaft im Herbst? Eine Analyse

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Das traditionelle Six-Nations-Turnier der europäischen Rugby-Großmächte war heuer von besonderem Interesse. Denn neben der Kür des stärksten Teams der nördlichen Hemisphäre galt es auch als wichtigste Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft, die bereits in fünf Monaten in Frankreich angepfiffen wird (mit einigen Spielen in Cardiff und Edinburgh).

Wie sehen nun die Schlussfolgerungen aus? Zu allererst: WM-Topfavorit Neuseeland wird nach den gezeigten Leistungen sicher nicht in Panik verfallen müssen. Ein europäischer Herausforderer der den All Blacks ernsthaft gefährlich werden könnte, ist weiterhin nicht in Sicht. Die vor Turnierbeginn vermutete Hackordnung erwies sich weitgehend als konsistent mit dem Klassement danach. Augenfälligste Konstante war vielleicht die Inkonstanz der Mannschaften, die alle mit mehr oder weniger großen Leistungschwankungen aufwarteten. Souveränen Auftritten folgten überraschende Rückschläge auf dem Fuß. Etwa die glatte Niederlage der Franzosen gegen England in Twickenham, die Niederlage der Iren zu Hause gegen Frankreich oder die Pleite der Engländer am Schlusstag in Cardiff gegen Wales. Was auch heißt: die Leistungsdichte im heurige Turnier war sehr hoch, jeder war in der Lage jeden zu schlagen. Das garantierte Spannung beim Publikum und für die Spieler eine Herausforderung bei jedem Antreten. Stilistisch bemerkenswert war der in allen Lagern erkennbare Wille zum riskanten Offensivspiel, den man auch unter Druck durchzuhalten versuchte. Das Vorbild der dem Kombinieren verpflichteten Neuseeländer wirkt stärker denn je. (Bild: Frankreich samt Siegerpokal)

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