Wiener Börse am Dienstag: ATX schließt tiefer

28. März 2007, 17:50
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Leitindex beendet Höhenflug - OMV und Erste Bank ziehen ATX ins Minus - Moderates Volumen

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 58,05 Punkte oder 1,23 Prozent auf 4.642,97 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 40 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.683 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York -0,62 Prozent, DAX/Frankfurt +0,44 Prozent, FTSE/London +0,01 Prozent und CAC-40/Paris +0,19 Prozent.

Der ATX konnte seinen jüngsten Höhenflug am Dienstag nicht fortsetzen und beendete die Sitzung mit Kursverlusten. Nach freundlichem Beginn drehte der Leitindex noch am Vormittag ins Minus. Das internationale Umfeld zeigte sich ohne klare Richtung.

Händler in Wien berichteten von einem ruhigen Geschäft. "Auch die Umsätze haben wieder etwas nachgelassen", kommentierte ein Marktteilnehmer. Belastet wurde der heimische Leitindex vor allem von den Abschlägen bei der OMV und der Erste Bank.

"OMV hat nach einigen starken Tagen eine Pause eingelegt", meinte ein Händler. Die Aktien des Öl- und Gaskonzerns büßten 2,42 Prozent auf 46,85 Euro (1.330.837 gehandelte Stück in Einfachzählung) ein. Erste Bank korrigierten um 2,61 Prozent nach unten auf 58,51 Euro (569.022 Stück). Raiffeisen International zeigten sich im Vorfeld der für Mittwoch anstehenden Ergebnisveröffentlichung mit plus 0,01 Prozent auf 110,00 Euro (193.082 Stück) behauptet.

Schwächer präsentierten sich auch Andritz mit minus 2,38 Prozent auf 185,59 Euro (42.419 Stück). AUA büßten 4,98 Prozent auf 10,87 Euro (315.201 Stück) ein. SkyEurope konnten sich hingegen um 6,51 Prozent auf 4,42 Euro (484.904 Stück) verbessern. Böhler-Uddeholm stiegen um 1,99 Prozent auf 71,90 Euro (406.494 Stück). Die Gerüchte, dass CVC nicht der einzige Interessent für den Edelstahlkonzern ist, verdichten sich, schreibt "Die Presse", und führt erneut den US-Fonds Apollo ins Treffen.

Wienerberger konnten die Verlaufsgewinne nicht halten und schlossen um 0,52 Prozent leichter bei 46,06 Euro (375.860 Stück). Der Baustoffkonzern hat die vorläufigen Ergebnisse bestätigt und will die Dividende für 2006 um zehn Prozent auf 1,30 Euro je Aktie erhöhen. Die Deutsche Bank hat ihr Anlagevotum für die Titel von "hold" auf "buy" und das Kursziel von 49 auf 53 Euro angehoben.

Bwin mussten ein Minus von 0,42 Prozent auf 35,90 Euro (168.190 Stück) verbuchen. Sal. Oppenheim hat das Kursziel auf 41,86 Euro erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Do & Co schlossen um 3,75 Prozent fester bei 96,49 Euro (4.952 Stück). Der Catering-Konzern hat im Zuge seiner Kapitalerhöhung den Preis mit 82 Euro je Aktie festgesetzt.

AvW Invest hat die Beteiligung an der deutschen Realtech von 7,00 auf 10,05 Prozent erhöht. Die Aktien des Beteiligungsunternehmens zogen um 4,03 Prozent auf 119,95 Euro (5.713 Stück) an. Brain Force gewannen nach Ergebnissen 0,63 Prozent auf 3,22 Euro (17.820 Stück).

Neuerlich gesucht waren Intercell, die um 4,27 Prozent auf 24,90 Euro (568.715 Stück) stiegen. Auch Warimpex konnten mit plus 2,81 Prozent auf 12,45 Euro (33.380 Stück) an die Vortagesgewinne anschließen.

Die zehn größten Kursgewinner von Dienstag:

1. TG HOLDING ST +9,09 Prozent 2. SKYEUROPE HOLDING AG +6,51 Prozent 3. INTERCELL AG +4,27 Prozent 4. AVW INVEST AG +4,03 Prozent 5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +3,75 Prozent 6. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +3,31 Prozent 7. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +2,81 Prozent 8. BENE AG +2,31 Prozent 9. ATB AUSTRIA ANTRIEBSTECHNIK AG +2,14 Prozent 10. CONSTANTIA PACKAGING AG +2,04 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Dienstag:

1. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG -6,22 Prozent 2. ALTRIA GROUP INC. -5,91 Prozent 3. AUSTRIAN AIRLINES AG -4,98 Prozent 4. ALLG.BAUGESELL.-A.PORR AG ST -4,71 Prozent 5. OTTAKRINGER BRAUEREI AG VZ -3,96 Prozent 6. ZUMTOBEL AG -3,54 Prozent 7. RATH AG -2,84 Prozent 8. PANKL RACING SYSTEMS AG -2,71 Prozent 9. ERSTE BANK DER OESTERR. SPK AG -2,61 Prozent 10. OMV AG -2,42 Prozent

(APA)
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