Armut und Ausgrenzung: Kinder haben Rechte

25. März 2007, 22:07
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113.000 Jugendliche sind in Österreich von sozialer und wirtschaftlicher Ausgrenzung bedroht - Die Wanderausstellung "Berührpunkt" will Bewusstsein schaffen

Von 22. März bis zum 27. Juni wird die interaktive Ausstellung "Berührpunkt" auf Initiative der österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften durch alle Landeshauptstädte touren. Thema ist die Bedrohung von Kindern und Jugendlichen in Österreich durch akute Armut und Ausgrenzung.

113.000 Kinder und Jugendliche leben in Österreich unter der Armutsgrenze, zu viele sind von sozialer und wirtschaftlicher Ausgrenzung bedroht. Eine Verankerung der UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahre 1989 in der Verfassung würde die gesetzliche Basis zu einer praktischen Umsetzung dieser Rechte im Alltag von Österreichs Kindern und Jugendlichen legen. Diese wurde Anfang dieses Jahres in der neuen Regierungserklärung bereits angesprochen. "Berührpunkt" will für das Thema sensibilisieren und das entsprechende Bewusstsein für die Problematik in der breiten Bevölkerung sowie bei Meinungs- und Entscheidungsträgern schaffen.

Wichtiges Anliegen

Die österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften zeigen durch ihr Engagement und ihre gemeinsame Idee zu dieser Initiative, dass ihnen die Thematik ein sehr großes und wichtiges Anliegen ist. "Wir wollen die Menschen auf das Problem aufmerksam machen, ihnen vor Augen führen, dass es auch in Österreich als einem der reichsten Länder der Welt Menschen gibt, die unter der Armutsgrenze leben und teilweise nicht wissen, was sie essen oder wovon sie leben sollen. Es gibt viele Menschen in Österreich, die über diese Tatsache nicht Bescheid wissen und diese wahrscheinlich auch nicht glauben können. 'Berührpunkt' will öffentlich informieren und sensibilisieren, die grundlegenden Rechte von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht länger missachtet werden", bekräftigt DSA Monika Pinterits von der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien die dringende Forderung aller österreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaften.

Auch Wiens Vizebürgermeistern Grete Laska unterstützt die Initiative der Kijas, die ihr auch selbst sehr am Herzen liegt: "Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen, wo immer es möglich ist. Und es ist eine Herausforderung für die Politik, entsprechende Rahmenbedingungen österreichweit zu verändern, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken ", betont Grete Laska, die etwa die soziale Staffelung der Kinderbetreuung in Wien als ein positives Beispiel anführte. Zwtl.: Ehrenschutz

Ehrenschutz

Die Ausstellung "Berührpunkt" steht unter dem Ehrenschutz von Bundespräsidentengattin Frau Margit Fischer, die sich für dieses Anliegen gerne in den Dienst der guten Sache stellt. Schon oft ist sie bei verschiedenen Ausstellungen und Hilfsaktionen für die Rechte von Kindern und Jugendlichen eingetreten, deren Umsetzung ihr vor allem persönlich ein großes Bedürfnis ist. Die Ausstellung wird von zahlreichen Firmen und Institutionen unterstützt. (APA)

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    foto: kija
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