Bilder, die die Branche bewegen

26. September 2007, 16:45
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Video Advertising: Neue Möglichkeiten für gezielte Image-Werbung im Internet – "Noch nie da gewesene Auf­merksamkeit" bei den Usern

Web-Videos werden in den kommenden Jahren zum Liebling der Online-Werbung avancieren. Dank der rasanten Verbreitung von Breitband-Anschlüssen – in Österreich gab es Ende des Jahres 2006 1,8 Millionen schnelle Internet-Zugänge - liegen bewegte Bilder im Netz generell im Trend und immer mehr Online-Medien werden auch hierzulande auf diesen Zug aufspringen. Neben normalen auf den Sites platzierten Werbespots bieten zum Download angebotene Videos neue Möglichkeiten für gezielte Kampagnenführung.

Die Werbung wird vor dem Video geschaltet, ein "Weg-Klicken" ist nicht möglich. Spots können mit noch präziserer, selektiver Zielgruppensteuerung eingesetzt werden. Online-Video-Advertsing lässt sich - im Vergleich zu Konsumenteninformation im Fernsehen - günstig produzieren und kann als probates Mittel für Image-Werbung im Internet fungieren, sind sich Experten einig. Da sofort Feedback in Form der Akzeptanz bei den UserInnen generiert wird, kann es auch für Pre-Tests von geplanten TV-Spots benutzt werden.

Im zweiten Quartal auf derStandard.at

Matthias Stöcher, Verkaufsleiter Online-Werbung bei derStandard.at, plant den Einsatz von Werbespots vor den redaktionell gedrehten und den von der APA zugekauften Videos im zweiten Quartal 2007. Diese werden eine Länge von 15 bis maximal 20 Sekunden aufweisen und nach dem Prinzip eine Werbung pro UserIn pro Tag funktionieren. "Das Resultat ist eine noch nie da gewesene Aufmerksamkeit, da sich die Leute die Videos aktiv abholen", so Stöcher. Die Messbarkeit als inhärentes Merkmal der Online-Werbung manifestiere sich gerade auch in dieser Werbeform, da die "Kunden nur für die ausgelieferten Kontakte zahlen werden". Wie zum Beispiel auch bei Youtube ist die zugrunde liegende Technologie Flash, um alle erreichen zu können.

Eine Art Vorreiterrolle nimmt in Österreich Sport1.at ein. Seit gut einem Jahr können vor den diversen Videos Spots platziert werden. Laut Philipp Appelt, Leiter Verkauf, wird diese Erweiterung des Werbeportfolios sehr gut angenommen. "Bei 200.000 bis 500.000 Abrufen pro Monat können wir den Unternehmen ein tolles Umfeld für ihre Kampagnen bieten", ist Appelt davon überzeugt, damit reüssieren zu können. Jeder User bekommt beim ersten Download den normalen Spot zu sehen, bei allen weiteren werden nur mehr fünf Sekunden lange Werbebotschaften eingespielt. Die Akzeptanz von Seiten der UserInnen sei auf jeden Fall vorhanden: "Es hat bis jetzt noch keine einzige Beschwerde gegeben." Im Gegensatz zu contentüberlagernden Werbeformen, wo "spätestens nach einer halben Stunde die ersten kritischen Reaktionen" kommen, so Appelt.

Video-Ads kommen aus den USA

Das Konzept wurde aus den USA übernommen, wo Video-Advertising schon seit einigen Jahren praktiziert wird. Wichtig sei aber, "exklusiven Content" zu haben. Sport1.at ist seit 2001 Inhaber der Online-Rechte für die österreichische Bundesliga, Ski Alpin, Basketball etc. Die Vorteile gegenüber klassischer TV-Werbung sieht Appelt in der "aktiveren Wahrnehmung" und in der "Transparenz" für die Auftraggeber. Mittels Online-Reporting werden die Video-Abrufe und Clicks sofort dokumentiert und sind jederzeit für die Kunden abrufbar. (om)

  • Artikelbild
    foto: screenshot derstandard.at
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