"Eine Masse radikaler Gruppierungen"

4. April 2007, 12:40
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Doku "White Terror" von Daniel Schweizer über das Netz der extremen Rechten am Montag auf Arte - Interview mit dem Filmemacher

Wien - Am Montag um 23.10 Uhr, zeigt Arte den ausgezeichneten Dokumentarfilm "White Terror" des Regisseurs Daniel Schweizer über globalen Rassismus. Seit seinem vielgelobten Film Skinhead Attitude gilt er als Experte für extreme Rechte.

Erlebt die derzeit einen Boom, fragte ihn der STANDARD. Schweizer: "Eine neue Generation nimmt gerade das Heft in die Hand. Es gibt nicht nur einen Anführer, sondern verschiedene, die den Kampf organisieren. Sie reden nicht mehr von Nationalsozialismus, sondern von ,White Power', Verteidigung der weißen Rasse, oder sogar (wie in Russland) von ,White Dschihad'. Das sind sehr starke Worte, und deren Bedeutung zu erkennen ist sehr wichtig. Diese Menschen zielen ab, die Demokratien zu schwächen, um an die Macht zu gelangen. Eine unbestimmte Masse radikaler Gruppierungen, die der Vorstellung anhängen, ein Rassenkrieg sei unausweichlich."

Schweizer recherchierte in Gruppen in Schweden, den USA, Deutschland, Russland und der Schweiz, die in einem ihm zugespielten Film aus der Skinheadszene eine Rolle spielen. "Wir wollten Gruppen aufspüren, die enge Verbindungen unterhalten, um die Vernetzung aufzuzeigen. Es gibt keine Grenzen und keine Nationalismen mehr.

Dieser Film beweist, dass die neue Generation der Rechtsradikalen international vernetzt ist." (Doris Priesching/DER STANDARD; Printausgabe, 26.3.2007)

  • Regisseur Daniel Schweizer
    foto: verleih

    Regisseur Daniel Schweizer

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