DUP bekennt sich zu Machtteilung

25. März 2007, 18:29
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London drängt zu Einigung auf Nordirland-Regierung - Minister Hain: Schritt von "großer historischer Bedeutung"

Belfast (APA/Reuters/AP) - In Nordirland hat sich die größte pro-britische Protestantenpartei DUP nach britischen Angaben für eine Machtteilung mit der pro-irischen Sinn Fein innerhalb von sechs Wochen ausgesprochen. Der Schritt sei von "großer historischer Bedeutung", sagte Großbritanniens Nordirland-Minister Peter Hain am Sonntag gegenüber der BBC. Schließlich sei es das erste Mal, dass die DUP eine Frist für eine gemeinsame Regierungsbildung mit der größtenteils katholischen Sinn Fein anerkenne.

Gleichzeitig äußerte Hain aber die Hoffnung, dass es trotz der DUP-Forderung nach einem Fristaufschub von sechs Wochen doch noch zu einer Einigung bis Montag kommen könnte. Falls sich die Parteien aber auf einen alternativen Termin einigen könnten, wolle er dies noch einmal prüfen, ergänzte Hain.

Gemeinsame Regionalregierung

Die Machtteilung soll den Weg zur Übertragung der britischen Regierungsgewalt über die frühere Unruheprovinz auf eine Anfang März gewählte Regionalversammlung freimachen, um den jahrelangen Stillstand im 1998 begonnenen Friedensprozess zu beenden. Premierminister Tony Blair und sein Nordirland-Minister Hain hatten die eigentlich am Montag endende Frist zur Bildung der gemeinsamen Regionalregierung ursprünglich als unverrückbar bezeichnet und für den Fall ihrer Nichteinhaltung mit der Auflösung der Regionalversammlung gedroht. (APA/Reuters)

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