Großer Diagonale Preis für "heile welt" von Jakob M. Erwa

25. März 2007, 18:48
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"Bellavista" von Peter Schreiner beste Dokumentation - Publikumspreis an Mirjam Unger für "Vienna's Lost Daughters"

Graz - Der Große Diagonale-Preis für den besten Spielfilm wurde Samstagabend in Graz an den Grazer Jakob M. Erwa für seinen Streifen "heile welt" verliehen. Zum besten Dokumentarfilm wurde "Bellavista" von Peter Schreiner gekürt. Beide Auszeichnungen sind mit je 15.000 Euro sowie diversen Sachpreisen dotiert. Erstmals vergeben wurde der Publikumspreis der "Kleinen Zeitung", der an Mirjam Unger für "Vienna's Lost Daughters" ging und der Regisseurin 3.000 Euro einbringt.

Zwei Tage im Leben von Grazer Jugendlichen

Der 25-jährige Erwa zeigt in seinem Spielfilmdebüt zwei Tage im Leben von mehreren Grazer Jugendlichen und ihren Eltern und nimmt damit die Situation junger Menschen zwischen Kindheit und Erwachsensein hautnah und fast dokumentarisch unter die Lupe.

Der Diagonale-Preis für Innovatives Kino wurde geteilt zwischen "erase remake" von Jan Machacek und Martin Siewert und "visibility of interim" von Manuel Knapp. Den Preis der Diözese Graz-Seckau für den besten Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm erhielt Judith Zdesar für "Bilder aus dem Tagebuch eines Wartenden". Als bester Nachwuchsfilm wurde "Der Kärntner spricht Deutsch" von Andrina Mracnikar mit dem Preis der Jugendjury (4.000 Euro) ausgezeichnet. Lobende Erwähnungen gab es für "Arbeit 2.0" von Clemens Kogler und "Ich muss dir was sagen" von Martin Nguyen.

Für die beste Bildgestaltung wurden der Spielfilm "Fallen" (Kamera: Bernhard Keller") und der Dokumentarfilm "Kurz davor ist es passiert" (Kamera: Jo Molitoris) preisgekrönt. Für den Schnitt erhielten der Spielfilm "Immer nie am Meer" und die Dokumentation "Meine liebe Republik" den Diagonale-Preis des Verbandes Film- und Videoschnitt.

Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis der Stadt Graz wurde ebenfalls am Samstag verliehen. Der Hauptpreis in der Höhe von 14.500 Euro ging an Thomas Reider für "Stillleben", den Förderungspreis (7.200 Euro) erhielten Christoph Hochenbichler und Josef Pallwein-Prettner für "Fünf Leben". Der ORF-Preis wurde an Ulla Neuwirther für "Running Sushi" vergeben und ist mit 4.000 Euro dotiert.(APA)

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