Ministerin Schmied will Film-Gelder aufstocken

29. März 2007, 20:31
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Im Budget zwar eine Erhöhung der Förderungen erreicht, aber man bräuchte alternative Geldquellen

Graz - Im Zuge des Diagonale-Rahmenprogramms in Graz hat am Samstag die letzte Diskussion stattgefunden. Am Podium war man sich von Beginn an einig: Förderungen müssten aufgewertet werden. Bildungs - und Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) berichtete, sie habe eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, die über Möglichkeiten zusätzlicher Finanzierungsquellen nachdenken soll.

Schmied bekannte sich zu Diskussionsbeginn zum österreichischen Film. Faktum sei, dass Kunst- und Kulturpolitik an finanziellen Fragen gemessen werde. Bei den Verhandlungen zum Doppelbudget 2007/08 habe man eine Erhöhung erreichen können - man brauche aber zusätzliche Finanzierungsquellen. Eine interministerielle Arbeitsgruppe soll nun über Möglichkeiten solcher Quellen nachdenken und "bis Juni etwas auf den Tisch" legen, so Schmied. Außerdem wolle sie in den nächsten Wochen in ihrem Ressort eine Grundlagenabteilung einrichten - ein Team, das sich mit Zukunftsfragen beschäftigen soll. Dazu will man auch zu Gesprächen mit Kunstschaffenden laden.

Zurückzahlung in höchster Not

Die Künstlersozialversicherung sei in Wirklichkeit ein "Förderinstrument zur Pensionszahlung" - dabei geschehe es, dass Künstler in der "Phase höchster Not" ihre Beiträge zurückzahlen müssten. "Ich dachte, ich könnte sie sofort abschaffen", so Schmied. Sie brauche aber dazu die Novelle des Gesetzes. Der erste Schritt sei eine "Reparatur" - ihr "großer Plan" gehe diesbezüglich aber dahin, eine "Grundsicherung für alle Menschen" zu schaffen, meinte die Ministerin.

Die Filmwirtschaft habe in Österreich einen Marktanteil von 2,6 Prozent, in Frankreich z.B. rund 45 Prozent. Schmied betonte u.a. auch Stiftungen und meinte, in gemeinsamer Kraftanstrengung solle auch bei Kooperationen mit dem ORF "etwas gelingen". Grundsätzlich müsse man dahin kommen, dass "Bildung, Innovation, Kunst und Kultur zusammen gedacht werden". (APA)

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