Kahn und die "Pipi-Affäre"

30. März 2007, 21:54
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Details zum Ausraster des Bayern-Keepers bei der Doping-Probe

München - Oliver Kahn, der Torhüter des FC Bayern München, soll bei seiner umstrittenen Dopingprobe nach Angaben von UEFA-Kontrollor Franz Krösslhuber mit einer Urin-Probe um sich geworfen haben. So wird der Anti-Doping-Arzt aus Osttirol am Samstag in den Tageszeitungen "Österreich" und "Bild" zitiert.

Zu dem Eklat sei es nach dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid gekommen, als der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters plötzlich mit einem vollen Urinbecher vor ihm aufgetaucht sei, sagte der Anti-Dopingarzt der "Bild"-Zeitung (Samstag-Ausgabe). Als er Kahn aufgefordert habe, die Probe in seiner Anwesenheit zu wiederholen, habe dieser den Becher in eine Toilette geschleudert und dabei auch Unterlagen des Kontrolleurs bespritzt. "Zum Glück hatte ich die Formulare in doppelter Ausfertigung dabei", sagte Krösslhuber.

Wegen seines schlechten Benehmens bei der Doping-Kontrolle war Kahn für das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim AC Milan gesperrt worden. Die Vereinsführung des FC Bayern will erst nach einer Überprüfung der schriftlichen Urteilsbegründung über eine Berufung entscheiden.

Kahn hatte sich für sein Benehmen entschuldigt. "Zum vierten Mal erwischte es von 18 möglichen Spielern ausgerechnet mich. Ich war genervt", gab der Routinier als Grund für seinen Ausraster an. Mit einer Sperre rechnete Kahn aber nicht.

Krösslhuber notierte den Vorfall, nahm den Torhüter aber im TV-Sender N24 in Schutz. "Nach dem Spiel ist ohnehin der Stress-Pegel sehr hoch. Ich habe schon Verständnis dafür, dass es zu emotionalen Ausbrüchen kommt." (APA/dpa)

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