Volksschullehrer werden weiter im Burgenland ausgebildet

16. Juli 2007, 10:53
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Pädagogische Hochschule per Vertrag fixiert - Bund, Land und Diözese Eisenstadt bilden gemeinsam Stiftung - Hauptschullehrerausbildung läuft aus

Eisenstadt - In Eisenstadt wurde kürzlich der Vertrag für die Pädagogische Hochschule unterzeichnet. Bund, Land und die Diözese Eisenstadt bilden gemeinsam einen Stiftungsrat, der mit der Führung betraut wird. Diese drei Träger übernehmen auch die Finanzierung der Ausbildungsstätte, teilte Landeshauptmann Hans Niessl bei der Vertragsunterzeichnung im Landhaus mit.

Hauptschullehrerausbildung läuft aus

Der erste Vertrag für die Pädagogische Akademie wurde 1966 aufgesetzt, so Diözesanbischof Paul Iby. Nachdem ursprünglich sogar das Aus des Standortes gedroht hatte, konnte man sich mit dem Bildungsministerium nun auf eine Lösung einigen: In Eisenstadt wird die Volksschullehrerausbildung und die Ausbildung in den Volksgruppensprachen Kroatisch und Ungarisch sowie Religion weitergeführt. Die Hauptschullehrerausbildung werde auslaufen, so Niessl. An der Pädak Eisenstadt gibt es derzeit 27 Hauptschulstudenten, neun werden in diesem Semester fertig. 18 Studenten sind direkt von der Entscheidung betroffen.

"Der Stiftungsrat wird aus vier Mitgliedern bestehen. Der Bund entsendet zwei Vertreter, Land und Diözese jeweils einen. Der Vorstand wechselt im Rotationsprinzip", erklärte der Landeshauptmann. Der Sachaufwand werde zur Hälfte vom Bund und je zu einem Viertel von Land und Diözese getragen. Die Kosten für das Lehrpersonal trage zur Gänze der Bund. Niessl zeigte sich mit dem Ergebnis "sehr zufrieden".

Studenten sind erleichtert

Zur Zeit befinden sich etwa 100 Studenten in Ausbildung, weitere machen eine Ausbildung in Zweitfächern. Für rund 3.500 burgenländische Lehrer sei die Pädagogische Hochschule zudem eine Möglichkeit für die Fortbildung, so Niessl. Der Akademievertretung der Pädak zeigte sich erfreut über die Entscheidung: "Wir sind natürlich sehr erleichtert über diese Entscheidung und freuen uns, in Eisenstadt bleiben zu dürfen", so Daniela Steiner in einer Aussendung.

"Dass nun die Etablierung einer Hochschule im Bereich der Volksgruppensprachen und Religionspädagogik gelungen ist sowie die Ausbildung der Volksschullehrer im Burgenland bleibt, ist in erster Linie ein Erfolg der Studienvertretung", erklärte ÖVP-Bildungssprecher LAbg. Christian Sagartz.(apa)

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