Stroemfeld Verlag mit Kurt Wolff Preis ausgezeichnet

23. März 2007, 16:37
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Begründung: Verlag habe "den Sprung vom linken Polit-Verlag zur angesehenen Literaturinstitution geschafft"

Leipzig - Der Stroemfeld Verlag aus Frankfurt/Main hat am Freitag auf der Leipziger Buchmesse den mit 26.000 Euro dotierten Kurt Wolff Preis 2007 erhalten. Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis ging an den Verlag Urs Engeler Editor (Weil am Rhein). Der vor 36 Jahren vom Verleger KD Wolff unter dem Namen Roter Stern gegründete Stroemfeld Verlag habe mit seinen Faksimile-Editionen und Gesamtausgaben etwa von Hölderlin, Kafka oder Kleist den Sprung vom linken Polit-Verlag zur angesehenen Literaturinstitution geschafft, hieß es in der Begründung.

Die Stiftung würdigte ihn für seine jahrzehntelange beispielhafte Bemühung um textkritische Ausgaben. "Hervorzuheben sind auch die Wiederentdeckungen so bedeutender Autoren wie Casimir Ulrich Boehlendorff und Karoline von Günderrode sowie Georg Groddeck und Georg K. Glaser". Verleger Urs Engeler wurde "für sein unermüdliches Engagement, seinen Mut und seine editorische Sorgfalt ausgezeichnet, seit über zehn Jahren der Lyrik einen festen und herausragenden Platz in seinem Verlagsprogramm zu geben.

Die im Jahr 2000 von unabhängigen Verlegern und dem damaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann gegründete Stiftung erinnert an den bedeutenden Verleger (1887-1963) des deutschen Expressionismus. Wolff hatte seinen Verlag 1912 in Leipzig gegründet. Zu seinen Autoren gehörten Else Lasker-Schüler, Erich Mühsam und Heinrich Mann. (APA/dpa)

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