Ab 1. Juli zwei neue Gesichter in der Volksanwaltschaft

23. März 2007, 14:54
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Peter Kostelka will für zweite Amtsperiode kandieren - Rosemarie Bauer geht in Pension - Wer ihr nachfolgen soll, ist offen

Wien - In der Volksanwaltschaft wird es in der neuen sechsjährigen Amtsperiode ab 1. Juli voraussichtlich zwei neue Gesichter geben. Volksanwalt Peter Kostelka steht nach eigenen Angaben für eine zweite Periode zur Verfügung. Rosemarie Bauer geht mit 1. Juli in Pension. Wer ihr nachfolgen soll, ist offen. Der dritte Posten wird voraussichtlich erstmals von den Grünen besetzt, nämlich von der Abg. Terezija Stoisits.

Im SPÖ-Klub hieß es auf Anfrage der APA, dass Kostelka für eine zweite Amtsperiode nominiert werden soll. Der 60-Jährige ist seit 2001 Volksanwalt, zuvor war er Klubobmann der SPÖ.

Bauer: "Irgendwann sollte man aufhören"

Bauer wird sich Mitte des Jahres in den Ruhestand verabschieden. "Irgendwann sollte man aufhören", erklärte sie den "Niederösterreichischen Nachrichten". Wer die Nachfolge Bauers in der Volksanwaltschaft antreten wird, steht noch nicht fest. Als mögliche ÖVP-Kandidatin wurde zuletzt die frühere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat genannt.

Stoisits Kandidatin der Grünen

Der dritte Volksanwalt steht der drittstärksten Fraktion zur Verfügung. Grüne und FPÖ verfügen über gleichviele Mandate, bei den Stimmen haben die Grünen jedoch die Nase voran. Daher dürfte auch Stoisits als Kandidatin der Grünen in die Volksanwaltschaft einziehen. Am Freitag haben jetzt - überraschend - die FPÖ die Nominierung eines eigenen Kandidaten ventiliert. Ob der derzeitige FPÖ-Volksanwalt, Hilmar Kabas, dieser Kandidat sein soll, ließ FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky auf Anfrage offen.

Die Wahl der drei neuen Volksanwälte wird im Nationalrat voraussichtlich im Juni stattfinden. Plenartage sind am 5. und 6. Juni. Die sechsjährige Amtsperiode beginnt am 1. Juli. (APA)

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