Magazin "wie bitte?" soll Info-Themen "erlebbar machen

23. März 2007, 18:57
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Zielgruppe: 25- bis 40-Jährige - Mit "25 - Das Magazin" hat das Format laut Fischer nichts zu tun

Ab 10. April ist von Montag bis Freitag auf ORF 1 "wie bitte?" angesagt. Das neue Infotainmentmagazin richtet sich an 25- bis 40-Jährige und will politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich relevante Themen hinterfragen, von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchten und vor allem "erlebbar machen". ORF-Magazinchef Johannes Fischer ist jedenfalls davon überzeugt, dass dieses Format in Europa einzigartig ist.

Sechs Gesichter prägen "wie bitte?". Neben den Moderatoren Eva Pölzl und Andi Knoll - der übrigens auch weiter bei Ö3 arbeiten wird - kommen die als "Falter"- und ORF-"Report"-Redakteurin bekannte Eva Weissenberger sowie drei bisher in Österreich noch nicht bekannte Außenreporter zum Einsatz. Das sind der 34-jährige Faris Rahoma, der 36-jährige Patrick Leon Bongola sowie die 22-jährige Nicola Löwenstein, Tochter von "konkret"-Moderatorin Martina Rupp.

"Die kleinste Redaktion mit der größten Ambition"

Etwa zehn weitere Personen sorgen im Hintergrund dafür, dass "wie bitte?" am 10. April erstmals auf Sendung gehen kann. "Wir sind die kleinste Redaktion mit der größten Ambition", sagte der Sendungsverantwortliche Christian Schüller. Laut Fischer hat Generaldirektor Alexander Wrabetz in Aussicht gestellt, das Team aufzustocken. Für das Konzept zeichnen die ORF-Journalistinnen Stefanie Groiss und Nina Horowitz verantwortlich.

"Wie bitte?" greift tagesaktuelle Themen auf und will den Zuschauer auf humorvoll-investigative Weise auf bestimmte Aspekte aufmerksam machen - ohne die "After-Work-Stimmung" aus dem Auge zu verlieren. Themen können sein: Das Spitzel- und Überwachungsnaturell so mancher Mitbürger samt fingierter Kartenkontrolle in einer Straßenbahn oder die Überlegung, weshalb sich Frauen vor einer Abtreibungsklinik von Abtreibungsgegnern "belästigen lassen" müssen.

Mit "25 - Das Magazin" hat das Format laut Fischer nichts zu tun

Aber auch Szene- und Live-Style-Elemente sollen nicht zu kurz kommen, allerdings ebenfalls nicht als bloße Berichterstattung, sondern mit hintergründiger Beleuchtung. Was "wie bitte?" nicht sein muss ist "exklusiv". "Wir werden hier nicht der 'ZiB' oder dem Szenemagazin Themen wegschnappen", sondern vielmehr deren Themen aufgreifen und aufdröseln, erklärte Groiss. Mit dem Ende 2004 eingestellten Jugendformat "25 - Das Magazin" will "wie bitte?" nichts zu tun haben. "Von '25' will ich in dem Zusammenhang nichts hören", so Fischer - die beiden Formate hätten jedenfalls nichts gemein. (APA)

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