Illegale Waffenhändler in NÖ ausgeforscht

25. März 2007, 20:17
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Haben Sturmgewehre und Maschinenpistolen, Faustfeuerwaffen sowie Munition besessen

St. Pölten - Polizisten aus Niederösterreich haben in Zusammenarbeit mit tschechischen Exekutivbeamten mehrere illegale Waffenhändler ausgeforscht. Neun Personen sollen Kriegsmaterial wie Sturmgewehre und Maschinenpistolen, Faustfeuerwaffen sowie Munition besessen haben. Diese seien über das Nachbarland ins Bundesgebiet gelangt, gab der niederösterreichische Sicherheitsdirektor Prucher am Freitag bekannt.

Insgesamt wurden drei Sturmgewehre, elf Maschinenpistolen, 30 Faustfeuerwaffen und 18.500 Stück Munition sichergestellt. Unter den elf sonstigen verboten Waffen befindet sich u.a. auch ein "schießender Kugelschreiber", erläuterte der Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Slamanig. Die Verdächtigen aus Wien und Niederösterreich wurden angezeigt.

Kontaktaufnahme

Ins Rollen gekommen war der Fall nach einem Hinweis im Sommer 2006. Ein 46-jähriger Koch aus Wien habe Waffen in Tschechien gekauft und dann an einen Pensionisten im Bezirk Mistelbach weiterveräußert. Auf diversen Flohmärkten sollen die beiden Verdächtigen dann Kontakte zu anderen an Waffen interessierten Personen geknüpft haben. Bei Hausdurchsuchungen wurde bei den Zweien ein Teil der Schussgeräte sichergestellt, die tschechischen Fahnder hatten indes ihre Arbeit schon aufgenommen.

In der Folge gingen den Ermittlern weitere Kriminelle ins Netz. Insgesamt wurden zehn Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt.

Unter dem Decknamen "Deli" wurden in Tschechien drei Personen festgenommen, übersetzte eine Dolmetscherin die Aussagen eines zuständigen Ermittlers aus dem Nachbarland. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit der österreichischen Exekutive und fügte hinzu, dass die Operation weiterlaufe. Auch der Sicherheitsdirektor zeigte sich über die ausgezeichnete Kooperation mit der tschechischen Polizei erfreut. (APA)

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