Erbschaftssteuer: Grüne warnen vor "groß angelegten Steuerumgehungen"

23. März 2007, 12:26
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Einheitswerte an Verkehrswerte anpassen werden - "Normale" Erbschaften durch Freibeträge besserstellen

Wien - Die Grünen fordern angesichts des erwarteten Endes der Schenkungssteuer einmal mehr eine Reparatur des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes. Für Grünen-Budgetsprecher Bruno Rossmann wäre mit der Aufhebung der Schenkungssteuer ein "Einfallstor" für "groß angelegte Steuerumgehungen" geöffnet. "Das zieht Steuerausfälle bei anderen Steuern nach sich, die weit über die 130 Mio. Euro bei der Erbschaftssteuer hinausgehen", warnte Rossmann in einer Aussendung am Freitag.

Rossmann glaubt, dass künftig verschiedene Steuern über den Umweg von - im Fall der Aufhebung steuerfreien - Schenkungen umgangen werden könnten. Als Beispiele nennt er die Bezahlung von Handwerker-Rechnungen oder ein mögliches "Familiensplitting" von Betrieben. Die Grünen fordern eine Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer, bei der die Einheitswerte an die Verkehrswerte angepasst werden und "normale" Erbschaften durch Freibeträge bessergestellt werden. (APA)

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