Südafrika wirft der Weltöffentlichkeit Versagen vor

31. März 2007, 16:24
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Vize-Außenminister Aziz Pahad vermisst gemeinsamen Ansatz Europas, der USA und Südafrikas

Johannesburg - Südafrika hat der Weltöffentlichkeit am Freitag vorgeworfen, die Krise in Simbabwe durch mangelnde Koordination verschleppt zu haben. Hätten sich die internationalen Regierungen auf einen gemeinsamen Ansatz in Sachen Simbabwe geeinigt, hätte die aktuelle Krise in dem afrikanischen Land vermieden werden können, sagte Vize-Außenminister Aziz Pahad. Er betonte auf einer Konferenz in Pretoria, ein gemeinsamer Ansatz Europas, der USA und Südafrikas hätte für anhaltende kritische Diskussionen und Dialog gesorgt.

"Uns wurde gesagt, dass wir alle auf der Grundlage der selben Notenblätter arbeiten, doch es sieht so aus, als ob wir alle in verschiedenen Kapellen gespielt haben", meinte Pahad. Kritik anderer Regierungen an Südafrikas Stillschweigen zu der Lage in Simbabwe sei daher unfair. Sie sollten vielmehr erklären, wie sich der Kap-Staat sonst hätte verhalten sollen.

Konstruktiver Dialog

Pahad betonte jedoch: "Es ist definitiv nicht unsere Absicht, kriegerische Erklärungen abzugeben, um uns gut zu fühlen und Regierungen außerhalb des Kontinents zu gefallen." Die einzige Lösung für Simbabwe bestehe im konstruktiven Dialog zwischen allen Parteien.

Südafrika war international durch seine jahrelange Zurückhaltung gegenüber der Regierung von Präsident Robert Mugabe in die Kritik geraten. Mugabe geht mit immer härterer Hand gegen Oppositionelle im Lande vor und versucht sie mit repressiven Gesetzen und Willkür niederzuhalten. (APA/dpa)

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